Auf dem Motorrad mit 220 Stundenkilometern ein Rennen fahren – und plötzlich greift einem ein Kontrahent in den Lenker. Man muss weder Motorrad- noch Rennfahrer sein, um sich vorstellen zu können, was für ein Alptraum das ist. In dem Video, das ihr nun sehen werdet, wurde genau dieser Schrecken für einen Moto-2-Fahrer bei Tempo 217 wahr.

Unsportliches Fehlverhalten in einem Wettkampf ist immer schlimm und lässt tief auf den Charakter eines Athleten blicken – aber jemandem während eines Motorradrennens ins Steuer zu greifen und dabei auch noch dessen Handbremse zu drücken, das ist ein ganz neues Tief. Doch genau das hat Romano Fenati getan: auf der Zielgeraden des Moto 2 Grand Prix in San Marino.

Noch bizarrer: Es ging bei dem Manöver darum, den zwölften Platz zu erringen – nicht, dass es entschuldbar gewesen wäre, wenn dies ein Wettstreit um die Pole Position gewesen wäre! Aber Platz 12? Der Fahrer, dem Fenati hier auf derart fahrlässige Weise in die Bremse langte, ist Stefano Manzi, der die Aktion zum Glück überlebte.

Colin Edwards: „Aberwitzig!“

Fenatis Strafe wird momentan noch diskutiert, er wurde vom Weltverband FIM für die nächsten beiden Rennen gesperrt, könnte zudem vor einer lebenslangen Fahrsperre stehen, wie einige seiner Kollegen fordern. Der frühere Moto-GP-Fahrer Colin Edwards, nun TV-Kommentator, bezeichnete den Vorfall als „aberwitzig“.

Manzi selbst offenbarte laut BILD-Informationen weitere Details zu dem Eingriff, was die unglaubliche Fahrlässigkeit von Fenatis Eingriff noch einmal steigert: „Er hat die Bremse mit einem Druck von 20 bar gezogen. Gemessen an dem Durchschnittswert hier in Misano – 9 bar – ist das mehr als doppelt so viel. Ich weiß nicht wie ich es gemacht habe, nicht zu stürzen“, wird Manzi in dem BILD-Artikel zitiert.

Quelle: ladbible.com