Audi wurde seiner Favoritenrolle bei den 24 Stunden von Le Mans gerecht: Die Startnummer Zwei mit Tom Kristensen, Allan McNish und Loic Duval gewannen vor dem Toyota mit der Startnummer Acht sowie den Audi-Markenkollegen im Wagen Nummer Drei. Überschattet wurde das 90-jährige Jubiläum des Rennens jedoch durch den tödlichen Unfall des Dänen Allan Simonsen (Aston Martin Racing), der das sportliche Ergebnis in den Hintergrund treten lässt.

Der tragische Unfall ereignete sich bereits in der vierten Runde, als Simonsen auf der zu diesem Zeitpunkt nassen Strecke in der schnellen Tertre-Rouge-Kurve die Kontrolle über seinen Aston Martin Vantage V8 verlor und frontal in die Leitplanke einschlug. Laut Medienberichten war der erfahrene Le-Mans-Pilot noch an der Unfallstelle ansprechbar, erlag wenig später im Krankenhaus allerdings seinen Verletzungen. Allan Simonsen wurde 34 Jahre alt.

Auf Wunsch seiner Familie setzte Aston Martin Racing das Rennen fort, um es zu Ehren von Simonsen zu gewinnen. Am Ende musste sich der britische Traditionshersteller jedoch den beiden Werks-Porsches von Team Manthey geschlagen geben. Auch in der GTE-Am-Klasse war ein Porsche erfolgreich: Der 911 GT3 RSR von Imsa Performance Matmut überquerte die Ziellinie vor den beiden Ferrari 458 Italia von Af Corse. In der kleinen Prototypen-Kategorie LMP2 feierte Oak Racing einen Doppelerfolg vor G-drive Racing.

Für den Dänen Tom Kristensen war es der nunmehr neunte Gesamtsieg bei den 24 Stunden von Le Mans. Er widmete diesen Rekord seinem Landsmann und Freund Allan Simonsen.

Foto: esbobeldijk / Shutterstock.com