Kommen wir zu einem Klassiker unter den Online-Streichen. Zwischen all den geschmacklosen Serienmördern, Mutanten und Killerclowns, die normale Leute zur Belustigung ängstigen, gibt es zum Glück auch Online-Streichfilmer, die das Ganze kreativer und zugleich eine Prise vernünftiger angehen.

Rémi Gaillard ist jedoch keiner von ihnen, zumindest, was die Sache mit der Vernunft betrifft. Der Pranker gilt als einer der Kontroversesten, was aber nicht zwangsläufig daran liegt, dass er seine Streichopfer immer erschreckt, sondern dass er sich selbst oft in Gefahr begibt, eins auf die Mappe zu bekommen. Absurd kostümiert, verdreckt er als Riesentaube Autos an Tankstellen, duscht splitternackt im Lift oder macht den gleich zur Disko, wirft besetzte Dixies als Hundemaskottchen um oder erstickt als riesiger Fisch in einem leeren Schwimmbad.

Als Klassiker seines Schaffens dürfte aber wohl die Nummer gelten, bei der Gaillard als Blitzautomat am Straßenrand steht und allerlei vorbeifahrende KFZ „ablichtet“. Die Polizei inklusive … Die zeigt sich „not amused“.