Im Zeitalter der Smartphone-Videos ist man so gut wie nirgends vor irgendwelchen Spaßvögeln sicher, die ihre mal mehr, mal weniger ulkigen Scherze in der Hoffnung auf ein paar Klicks dann auf YouTube präsentieren. Oder aber man gerät plötzlich in einen Flashmob, was zwar deutlich anspruchsvoller ist, als von einem Killerclown angesprungen zu werden, im Falle von Musical-Darbietungen aber nicht weniger nervt. Wer garantiert seine Ruhe haben will, muss wohl schon die musikalische Aufführung eines klassischen Orchesters besuchen. In einer derart seriösen Atmosphäre gedeiht garantiert kein Spaß-Kraut … sollte man zumindest meinen.

Das folgende Video belehrt uns da eines Besseren. Allerdings bekommen wir es nicht mit einem Flitzer zu tun, der mit peitschendem Gemächt die Reihen der Musiker stürmt, oder gar einem Gast, dessen Handy-Klingeln die Aufführung stört. Tatsächlich sind die Scherzbolde nicht nur in den eigenen Reihen zu finden, sondern sitzen auch noch ausgerechnet an den Posaunen und der Tuba. Recht klangstarke Instrumente, wie man ja weiß.

Aber war vielleicht nicht der sowjetische Komponist Sergei Sergejewitsch Prokofjew selber schuld, als er 1932 das Stück „Tanz der Ritter“ (auch bekannt als „Montague und Capulet“, nach den verfeindeten Clans der Shakespeare-Tragödie „Romeo und Julia“) verfasste und sich dabei hemmungslos an Motiven aus John Williams „Imperial March“ bedient hat? Wer will es einem Star-Wars-Fan verübeln, mit unverkennbaren Tönen auf diesen dreisten geistigen Diebstahl hinzuweisen, selbst wenn man damit das gesamte Stück crasht? Danke Jungs, für dieses denkwürdige Statement.