Ob man sie jetzt leiden kann, oder nicht: Die professionellen Streichespieler auf YouTube und Co., „Pranker“ genannt, mögen nicht immer den intaktesten Sinn für Moral besitzen. Aber dafür gehen sie teilweise mit einer unglaublichen Kreativität zu Werke, um ihr nach immer neuen Streichen lechzendes Publikum zu versorgen und zu unterhalten.

Dabei ist es interessant zu beobachten, wie sehr die meisten dieser Aktionen davon abhängen, dass die richtige Situation, die richtige Atmosphäre und das Auge des Betrachters zusammenspielen. Denn sehr oft scheint es dabei darum zu gehen, was das menschliche Gehirn sehen will, nicht darum, was es wirklich sieht. Nehmen wir nur mal all die Streiche in schummrigen Parkgaragen, bei denen Killerclowns oder Eishockeymasken-Mörder ganz offenkundig irgendwelche Puppen und Kunstblut zerhacken. Doch steht man selbst vor Ort, geht auch die einfachste Puppe als verstümmeltes Mordopfer durch. So verhielt es sich wohl auch bei dem Prank-Klassiker „Spinnenhund“, bei dem jemand seinen Mischling als riesige Tarantel verkleidet hat.

Basierend auf dem Erfolg dieses Streichs hat ein Pranker seinen Golden Retriever kurzerhand auch in ein Wildtier verwandelt. Duke, so der Name der putzigen Töle, bekommt allerdings keine Spinnenbeine umgeschnallt, sondern eine Mähne. Und zack geht der gelbe Familienhund als „gefährliches“ Löwenmännchen durch und sorgt bei den Umstehenden für einen ganz und gar harmlosen Schrecken. Alles, was die Streichspieler dazu beitragen müssen, ist als Wildtierpfleger etwas von einem entlaufenen Löwen zu faseln – den Rest übernimmt, wie oben angesprochen, das Gehirn der Opfer. Mann.tv meint: Gut gebrüllt!