Musik-Festivals gibt es viele, aber kaum eines rühmt sich – zumindest hierzulande – eines derartigen Bekanntheitsgrades wie das „Wacken Open Air“. Was in den 90ern als überschaubares Projekt mit Familienfestcharakter von einigen Kumpels vom Dorf begann, hat sich mittlerweile zu einem der größten Heavy-Metal-Festivals der Welt gemausert. Unabdingbar für einen solchen Erfolg ist natürlich ein fettes Line-up. Doch auch für das leibliche Wohl will gesorgt sein. Oder könntet ihr euch das W:O:A ohne Bier vorstellen? Damit es diesbezüglich bei den gut 75.000 Besuchern zu keinerlei Engpässen kommt, haben die Veranstalter in diesem Jahr die Infrastruktur dem immensen Bierdurst angepasst. Mit einer Bier-Pipeline!

Der Bau der Bier-Pipeline hat bereits zweieinhalb Monate vor dem Beginn des diesjährigen Festivals begonnen. Ganze sieben Kilometer Leerrohre mit Durchmessern von bis zu 35 Zentimeter wurden verlegt, um nach der Fertigstellung sechs Bier in sechs Sekunden zapfen zu können. Immerhin werden pro Festival im Schnitt 400.000 Liter Bier konsumiert. Und das sind eine Menge Fässer!

Investition in die Zukunft!

Bisher wurden diese Tag für Tag per Lkw auf dem Gelände verteilt. Ein logistischer Aufwand, den man sich dank der Pipeline nun sparen kann. Auch der Boden, der auch so schon berüchtigt genug ist, soll dadurch geschont werden. Zudem findet der Aufwand mit Blick auf die Zukunft statt, um die Äcker und Felder am Rande des beschaulichen Dorfes auf Dauer zu einem „nachhaltigen“ Festival-Gelände umzufunktionieren.

„Die Verlegung der Leerrohre und die erweiterte Drainage verstehen wir als nachhaltige Investition in die Infrastruktur des Eventstandorts Wacken. Wir ebnen so den Weg für viele weitere Jahre Heavy Metal auf dem Wacken Open Air“, begeistert sich Wacken-Gründer Holger Hübner.

Bier ist da. Volbeat, Amon Amarth, Kreator, Accept, Megadeth und Alice Cooper sind da. Dann kann ja eigentlich nichts mehr schiefgehen. Zumindest, wenn man so schlau ist, sich Gummistiefel einzupacken. Aber vielleicht spielt ja diesmal sogar das Wetter mit.

Quelle: ndr.de