Der Blues hat seit jeher etwas Magisches. Nüchtern betrachtet handelt es sich dabei zunächst um eine vokale und instrumentale Musikform, die sich in der afroamerikanischen Gesellschaft in den USA um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert entwickelt hat. Doch als Wurzel eines Großteils der populären nordamerikanischen Musik wie Jazz, Rock 'n' Roll, Soul und selbst Hip Hop, kommt dem Musikstil eine ganz besondere emotionale Bedeutung zu. Denn wer den sprichwörtlichen „Blues“ hat, der hat Musik im Blut.

Einen Blues zu haben bedeutet zwar auch, traurig zu sein, aber das entstammt wohl der Tatsache, dass Melancholie oft eine kreative Ader in uns weckt, während Glück eher abstumpft. Das ist jedoch bloße Spekulation. Fakt ist jedenfalls, dass der Bengel im folgenden Video eindeutig den Blues hat, was in seinem Falle absolut kein Grund ist, traurig zu sein.

Denn was das Goldkehlchen des 11-jährigen Jungen bei einem Besuch im Gitarrenladen wie nebenbei, lässig am Tresen lehnend, da für eine Nummer aufs Gesangs-Parkett legt, ist nicht nur für sein Alter beeindruckend. Und nachdem der Knabe sich im Video dem Ladenbesitzer als Brendan vorstellt, zeigte eine kurze Recherche im Netz, dass die Pubertät ihm offenbar keinen Strich durch die Rechnung gemacht hat. Denn Brendan MacFarlane widmet sich weiterhin fleißig der Musik. Und hatte Ärger mit der Polizei. Mucker halt!