Früher, als das Internet Musiksender noch nicht vom Thron gestoßen und quasi überflüssig gemacht hatte, waren erstklassige Musikvideos gang und gäbe. Das war bei weitem nicht immer ein Garant für Qualität, doch man musste schon halbwegs etwas können, um mit einem Video ins Fernsehen zu kommen. Früher. Heute reichen eine halbwegs brauchbare HD-Kamera und ein einschlägiges Video-Hoster-Konto, um sich „Musiker“ mit Video zu schimpfen. Vielleicht erinnert ihr euch ja noch an diese Dame, die wir euch vor einiger Zeit mal präsentieren … äh … durften?

Doch insbesondere dieser Herr solle euch noch gut in eurem (Schmerz-)Gedächtnis stecken: Dieser „Rapper“ nennt sich „IceJJfish“ und sein Erfolgsrezept ist ebenso wirksam wie verstörend. Eigentlich kann der Bursche nämlich gar nichts, aber er generiert Klickzahlen, bei denen so manches virale Video mit den nicht vorhandenen Ohren schlacken dürfte. Doch der bizarre Mix aus seltsamem Gejaule und halbnackten Damen vor der Kamera funktioniert.

So effektiv, dass Herr „IceJJfish“ in regelmäßigen Abständen neue „Musikvideos“ herausbringt. Das hat er vor kurzem wieder getan – und wir dachten uns einmal mehr, dass wir in der Pflicht stehen, euch dieses Kleinod an dieser Stelle zu präsentieren: „Get Lost“, also „Verschwinde“, fordert uns der „Song“-Titel auf. An und für sich ein guter Rat, will man sich dem talentbefreiten Gejaule entziehen. Aber andererseits: Da hätte man gar nicht erst anklicken dürfen …