Pyogenesis sind nach 13 Jahren aus ihrem Schönheitsschlaf erwacht und legen gleich wieder richtig los. Mit einem Studioalbum, das düster beginnt und sich zu einem melodischen Paukenschlag aufbaut. Die sechste Platte der Deutschen nennt sich „A Century In The Curse Of Time“ und vereint auf absolut vielseitige Weise Rock, Pop Punk und Death-Metal-Parts.

Pyogenesis galten zwischen 1992 und 1995 hierzulande als echter Geheimtipp. Gerade ihr Werk  „Twinaleblood“ bleibt unvergessen. Mit den Alben „Mono“ und „She Makes Me Wish I Had a Gun“ feierten sie dann bundesweit ihre größten Erfolge. Das ist allerdings geschlagene 13 Jahre her. Nun startet die Band um Sänger Flo V. Schwarz also ihr langersehntes Comeback – und das hat es wahrlich in sich. Nicht nur, dass es ihr erstes Konzeptalbum mit Themen des 19. Jahrhunderts ist. Nein, es vereint auch all ihre musikalischen Stilistiken der letzten Alben.



Das bedeutet harte Parts, die sich in mitreißende Melodien sowie Harmonien legen. Das macht echt Gaudi beim Zuhören, da die typischen Pyogenesis-Chorusse nicht fehlen. Zudem hat die treibende Platte einen hohen Anspruch, wenn man auf die Komplexität der Texte eingeht. Aber das torpediert zu keiner Zeit ihren Sound, der neben wütenden Tracks wie „Steam Paves Its Way (The Machine)“ auch Songs mit Ohrwurmqualitäten wie etwa „This Won’t Last Forever“ oder „The Best Is Yet To Come“, beherbergt. Diese Scheibe hat wirklich viele große Momente, zu der man(n) mit einem eiskalten Pils herrlich abrocken kann. Da haben sich die 13 Jahre Abstinenz vollends gelohnt!

Pyogenesis „ A Century In The Curse Of Time“ – AFM Records - VÖ: 14. August 2015
Tracklist: 1. Steam Paves Its Way (The Machine) // 2. A Love Once New Has Now Grown Old // 3. This Won't Last Forever // 4. The Best Is Yet To Come // 5. Lifeless // 6. Touch The Sky (When Darkest World Reached Dawn)(Bonus Track) // 7. The Swan King // 8. Flesh And Hair // 9. A Century In The Curse Of Time