Es wird wieder Zeit für elektrisierenden Nu Metal und das von niemand Geringerem als den Urvätern dieses Genres – Korn! Mit ihrem neuen Album ‘The Serenity Of Suffering’ überrollen sie dabei alles, was auch nur im Ansatz nach Konkurrenz ausschaut. Vor allem braucht kein Metaller dabei Angst haben, dass Frontman Jonathan Davis mit seinen Mannen eine neue Dubstep-Exkursion gestartet hat. Nein, Werk zwölf ist ein wahrhaftiges Nu-Metal-Brett geworden, das frisch, fromm, fröhlich frei mit geliebten Trademarks und schallender Härte zuschlägt. Das Beste ist aber, dass die Jungs aus Bakersfield mehr denn je auf dem Pfad zurück zu den Wurzeln wandeln.

Ach was, sie rennen – mit fetten Bass-Sounds, treibenden Drums und den 14-saitigen-Rhythmusmonstern. On top natürlich Jonathan Davis mit seiner exzentrisch-unverwechselbaren Stimme. Rausgekommen sind elf Tracks, die extrem dynamisch sowie wuchtig sind und zu denen Davis stimmlich mal hart und weich den Hammer schwingt. Dabei sind auch thematisch düstere, tiefgängige Songs am Start. Alles zusammen gibt es reichlich Abwechslung mit bester melodischer Härte. Als Bonus gibt es beim Song ‘A Different World’ auch einen namhaften Gast, nämlich Slipknots Corey Taylor.

Das an sich ist schon geil, doch Tracks wie ‘Rotting In Vain’, ‘The Hating’, ‘Take Me’, ‘Die Yet Another Night’ oder ‘Next In Line’ sind die biestigen Highlights auf diesem Dreher. So geht Nu Metal 2016 mit reichlich DNA aus Erfolgsalben wie ‘Take a Look in the Mirror’ oder ‘Follow the Leader’. Wir ziehen jedenfalls den Hut vor Korn, dass sie bis heute die Nu-Metal-Fahne hochhalten und das mit einem unschlagbaren Album, das euch richtig durchprügeln wird. Devilhorns in die Höhe, Freunde!

Foto: Dean Karr

Korn, ‘The Serenity of Suffering’
(Roadrunner Records/Warner) - VÖ: 21.10.2016
Tracklist: 01. Insane // 02. Rotting In Vain // 03. Black Is The Soul // 04. The Hating // 05. A Different World (feat. Corey Taylor) // 06. Take Me // 07. Everything Falls Apart // 08. Die Yet Another Night // 09. When You're Not There // 10. Next In Line // 11. Please Come For Me


Mit den Texanern The Black Moods wollen wir euch ein richtig cooles Rock-Trio ans Herz legen, das mit seinem Debütalbum ‘Medicine’ eine astreine Platte hingelegt hat. Diese Jungs wissen nämlich, wie man gekonnt klassischen und modernen Rock vereint. Ihr Erstling weiß dabei Hardrock und lässigen Rock ‘n’ Roll zu verbinden. Ein wenig erinnern sie an eine Mischung aus Foo Fighters und The White Stripes, wobei sie am Ende ihren ganz eigenen Sound schöpfen.

Entstanden sind zwölf Songs, die richtig ins Ohr gehen und ordentlich den Kopf zum Takt schwingen lassen. So gibt es knackige Rock-Tracks, aber eben auch catchy-lässige Songs mit eingängigen Refrains. In dieser Platte steckt so viel Seele und Passion, dass jedem Musikfan warm ums Herz wird. Insbesondere ist auch die prägnante Stimme von Sänger Josh Kennedy hier hervorzuheben. Wenn man dann noch beim Debüt eine fette Produktion hinter sich weiß, die aus dem Dreher eine ebenso druckvolle wie auch melodische Scheibe gemacht hat, kann da eigentlich nicht mehr viel schiefgehen.

Somit sind auch hierzulande sämtliche Weichen auf Erfolgskurs gestellt, denn Tracks wie ‘Say It for the Last Time’, ‘Paralyzed’, ‘Killers in the Night’ oder Refrainbomben wie ‘So Good’ oder ‘Too Late Now’ besitzen allesamt das Potenzial, große Bühnen zu stürmen. Mit den US-Boys werden Fans von melodisch-sattem Rock definitiv mächtig viel Hörgenuss erleben. Weit mehr als ein Geheimtipp!

The Black Moods‚ ‘Medicine’
(Another Century/Sony Music) - VÖ: 14.10.2016
Tracklist: 01. Someone to Save Us // 02. Say It for the Last Time // 03. How Long // 04. Paralyzed // 05. So Good // 06. Too Late Now // 07. Right Now Anywhere // 08. Without a Warning // 09. Can't Sleep // 10. Killers in the Night // 11. Within Without // 12. Whenever It Rains