Jamey Jasta und seine Mannen geben schießen drei Jahre nach ihrem Album ’The divinity of purpose’ neues Material raus. Das Motto lautet dabei unüberhörbar „Wo Hatebreed draufsteht, ist auch Hatebreed drin!“ Das bedeutet für die neue Scheibe ‘The Concrete Confessional’ der Hardcore-Legenden: bandtypischer Signature Sound kompromisslos in die Fresse! Und die Jungs sind so richtig wütend, was sie in 13 neuen Groll-Tracks ausleben. So knallen wieder wilde Metal-Riffs durch die Boxen, die von Jastas charismatisch, übelgelaunter Stimme rundgeschliffen werden und mit fetten Phrasierungen echte Mitgröhl-Hits schaffen. Dazu die nötige Melodik mit bösen Hooks und fertig ist das Wutgebilde, das Fans genau das gibt, was sie erwarten. Ganz ohne Experimente.

Böse Zungen könnten die fast nahtlose Fortführung zum Vorgänger mit Kreativlosigkeit beschimpfen, aber ganz ehrlich, keine Sau will, dass sich Hatebreed anders anhören. Einfach voll auf die Zwölf mit toller Dynamik und Härte. Ein aufsässiger Mix zwischen Hardcore, Thrash, Beatdown und Metal. Das ballert und wird genau deshalb wieder einschlagen wie zuvor. Wenn Tracks wie ‘Slaughtered In Their Dreams’, ‘Us Against Us’, ‘Something's Off’ oder das mächtige ‘Remember When’ durch eurer Wohnzimmer rollen, bleibt kein Stein auf dem anderen. Mehr muss man auch nicht loswerden, denn die Platte spricht für sich und hat sich ohne Frage in die Top-drei-Platten in der Hatebreed-Vita geschossen. Respekt!

Hatebreed ‚The Concrete Confessional’
(Nuclear Blast Records) – VÖ: 13.05.2016
Tracklist: 01. A. D //02. Looking Down The Barrel Of Today // 03. Seven Enemies // 04. In The Walls //05. From Grace We've Fallen // 06. Us Against Us // 07. Something's Off  // 08. Remember When // 09. Slaughtered In Their Dreams // 10. The Apex Within  // 11. Walking The Knife // 12. Dissonance // 13. Serve Your Masters


Herzlich willkommen zur neuen Platte ‘Nattesferd’ der norwegischen Party-Rocker (oder Black Metaller?) Wurscht, Kvelertak machen ganz einfach ihr Ding und deshalb hört sich ihre neue Scheibe auch zuweilen anders an als ihr gefeierter Vorgänger ‘Meir’. Vor allem deshalb, weil sie hier aus allen Rohren furchtbar geile, catchy Riffs abfeuern. Vieles erinnert an klassischen Hardrock der 70er und 80er. Allerdings in hochmodern, da sie alles mit ihrem unverkennbaren Stil verweben. Daher gibt es alles andere als schnöden Retro-Rock, sondern einen Dreher, der natürlich melodisch-bandtypischen Black Metal einfließen lässt. Das immerzu durch die biestigen, keifigen Gesangseinlagen von Frontmann Erlend Hjelvik. Somit hat man einen Sound, der sich zwischen Hardrock, Black Metal aber auch Rock ’n’ Roll bewegt.

Das mag sich für Nichtkenner der Band unpassend anhören, aber euch sei gesagt: Macht euch frei von Vorurteilen und gebt euch die neun Tracks. Denn die Songs sind hochmelodisch, eingängig und werden jeden Nacken zum Mitwippen bringen. Da ist es auch egal welcher Titel, denn alle haben ihr Eigenleben und doch ist alles miteinander verwoben. ‘1985’ orientiert sich unüberhörbar an Van Halen und doch strömt durchweg der Kvelertak-Style durch. Weitere Kracher sind ‘Svartmesse’, das intelligent arrangierte ‘Ondskapens Galakse’, das Klanggewitter ‘Berserkr’ oder das neunminütige Monster ‘Heksebrann’. Insgesamt bleibt nur noch zu sagen, dass der Weg zu mehr Melodik die Norweger definitiv einen Schritt weitergebracht hat und somit auch das bis dato beste Album abgeliefert haben. Eine Platte, die den Hörer in den Würgegriff nimmt und zum grenzenlosen Abrocken zwingt!

Kvelertak ‚Nattesferd’
(Roadrunner Records/Warner) – VÖ: 13.05.2016
Tracklist: 01. Dendrofil for Yggdrasil // 02. 1985 // 03. Nattesferd // 04. Svartmesse // 05. Bronsegud // 06. Ondskapens Galakse // 07. Berserkr // 08. Heksebrann // 09. Nekrodamus