In dieser Woche haben wir zwei ganz tolle Musiktipps für euch. Musik, die ins Herz geht, die Laune hebt und am Ende einfach nur Spaß bereitet. Wir möchten euch ganz besonders das britische Synthwave-Trio Gunship ans Herz legen, mit einem Album, das alle 80er-Synth-Score-Fans sowie Freunde elektronischer Musik vom Hocker reißt. Außerdem haben wir die neue Platte des Pop-/Rock-Trios Against The Current um die bezaubernde Leadsängerin Christina „Chrissy“ Costanza am Start!

Musiktipp der Woche - Gunship

Ach ja, die 80er, eine Zeit mit prägenden Synthie-Sounds. Genau dies zelebriert das britische Synthwave-Trio, das bereits mit seinem starken Debütalbum mehr als einen Achtungserfolg landete. Nun ist es mit seiner neuen Platte „Dark All Day“ zurück. Auf der lobpreisen die Jungs einmal mehr die 80er-Melodien, lassen Film-Partituren bekannter Streifen einfließen und klingen dennoch so modern und dynamisch. Ihre Synthie-Sounds erschaffen eine tolle Stimmung, die nicht nur Herzen der 80er-Kids höher schlagen lassen.

Ihr komplettes Album ist eigentlich ein einziges großes Zitat der Popkultur aus den 80ern und 90ern. Da braucht man sich nur das Bandlogo anschauen, das zweifelsohne dem „Cannon-Logo“ nachempfunden wurde. Sie gehen dabei viel Risiko ein, auch mal ein Saxophon in ihre Musik einzubauen, wie beim Track „Dark All Day“. Dazu auch die vielen einfließenden Referenzen, Experimente, die alle auch in die falsche Richtung beim Hörer hätte gehen können. Tun sie aber nicht, da das Trio auf jedem seiner 13 Tracks einfach imposante Ergebnisse erzielt.

Das Album ist vor allem überaus abwechslungsreich mit dreckigen Basslinien hier, dort druckvolle Kick-Drums, immer melodischen Synth-Linien, epischen Pads und emotionalen Vocals. Hier seien auch die Gastsängerinnen Indiana bei „Dark All Day“ sowie Kat von D bei „Black Blood Red Kiss“ zu erwähnen. Alles, was die Briten auf ihrem Dreher anfassen ist höchster Hörgenuss, denn das Album erklingt zu keiner Zeit wie ein Sammelsurium alter Sounds oder ein Abklatsch-Soundtrack von 80er-Filmen. Nein, sie nutzen all diese Einflüsse, um damit ihr eigenes musikalisches Universum zu erbauen.

Das so wohlklingend, dass jedem ein breites Grinsen ins Gesicht geschnitzt wird und man eine tolle Atmosphäre geschenkt bekommt. Richtig gut ist zudem das Cover zu Cyndi Laupers „Time After Time“ geworden, dass sich nahtlos in den positiven Gesamteindruck einfügt. Anspieltipps sind Tracks wie „When You Grow Up, Your Heart Dies“, „Woken Furies“ oder „Rise the Midnight Girl“. Mit „Dark All Day“ hat die Band definitiv ihr überaus geiles Debütalbum noch mal getoppt. Es ist ein Gunship-Soundtrack geworden, ein Album, das so vielschichtig, so eingängig und so spannend ist, dass alle 80er-Synth-Score-Fans sowie Freunde elektronischer Musik vollends vom Hocker gerissen werden!

Gunship „Dark All Day“  (Horsie In The Hedge) // VÖ: 05. Oktober 2018
Tracklist:
01. Woken Furies // 02. Dark All Day (feat. Tim Cappello, Indiana) // 03. When You Grow Up, Your Heart Dies // 04. The Drone Racing League // 05. Rise the Midnight Girl // 06. Thrasher // 07. Black Blood Red Kiss (feat. Kat Von D) // 08. Time After Time // 09. Honour Among Thieves // 10. Art3mis & Parzival (feat. Stella Le Page) // 11. Symmetrical // 12. Cyber City // 13. The Gates of Disorder

Mehr Musiktipps der Woche findet ihr auf den nächsten Seiten: