Ein echtes Highlight gibt es jetzt für alle Fans des deutschen Raps. Denn der Berliner ‘Kontra K’ hat seine neue Platte ‘Labyrinth’ am Start. Ein Dreher, der mit einer guten Symbiose aus ernsten und motivierenden Tracks punktet. Ein Album über das Leben des Rappers sowie den Willen, immer weiter zu kämpfen.

Die teils tiefgreifenden Lyrics strahlen eine glaubhafte Authentizität des rappenden Boxtrainers aus, der übrigens eine verblüffende Ähnlichkeit mit der Actionikone Jason Statham hat. Aber lassen wir mal Statham im Schrank und widmen uns weiter der neuen Scheibe. Es ist ein sehr treibendes Album geworden, das ganz sicher wieder so einschlagen wird, wie ‘Kontra K’s Major-Albumdebüt ‘Aus dem Schatten ins Licht’.

Es sind 18 starke Tracks geworden, in denen ‘Kontra K’ zwischen Motivation sowie Gesellschaftskritik switcht und das mit gut durchdachten Zeilen. Ganz klar die Stärke des Langspielers, der den Hörer durch eine bildhafte Sprache direkt mitnimmt. Das Ganze wird gekoppelt mit abwechslungsreichen Beats und einem kreativen Stilmix, der auch Drum ‘n’ Bass oder Dubstep-Elemente einbringt. In der Gesamtheit entsteht so ein Sound, der mit den dynamischen Flows einen sehr vielfältigen Dreher schafft. So sind Tracks wie ‘Ikarus’, ‘Nie wieder’, ‘An deiner Seite’ und ‘Jetzt erst recht’ die Highlights der Platte. Doch auch alle anderen Songs haben ihre Stärken, die sich vor allem mit jedem neuen Hördurchgang immer mehr entschleiern. Das macht eben auch eine gute Platte aus und ‘Labyrinth’ ist definitiv eine davon. Respekt an ‘Kontra K’ für dieses Album mit Hitpotenzial und dem Beweis, wie gut Deutschrap mit Power und Niveau sein kann.

Kontra K ‘Labyrinth’ (Four Music/Sony Music) - VÖ: 20. Mai 2016
Tracklist: 01. Atme tief ein // 02. Ikarus // 03. Bis hier her // 04. Mitleid // 05. Hoffnung // 06. Wie könnt ich // 07. Gut Böse feat. Bonez MC, RAF Camora // 08. Jetzt erst Recht // 09. Paradies feat. Rico // 10. Nie wieder // 11. Kampfgeist // 12. An deiner Seite // 13. Labyrinth // 14. Brot Stapeln feat. Fatal, Skinny Al, Rico // 15. Geist // 16. Tagtraum // 17. Sohn // 18. Bittersüß feat. Haudegen


Das US-amerikanisches Pop-/Rock-Trio ‘Against The Current’ aus New York kommt mit seinem lang erwarteten Debütalbum ‘In Our Bones’ über den Großen Teich. Das wurde auch Zeit, sind sie in der Szene seit Jahren schon ein gefeierter Act. Denn im Internet machen die Pop-Rocker um Leadsängerin Christina „Chrissy“ Costanza schon lange Alarm.

Das zeigen vor allem die Zahlen ihres YouTube-Kanals mit über 1,3 Millionen Abonnenten und über 150 Millionen Aufrufen. Gehör fanden sie anfangs mit ihren coolen, qualitativ hochwertigen Coverversionen, die sie später mit eigenen Songs mischten. Nun also ihr erstes Studioalbum, an das man, nach der starken EP ‘Gravity’, hohe Erwartungen stellen durfte. Und man wird nicht enttäuscht, denn ‘In Our Bones’ präsentiert zwölf lebendige, teils verträumte Popsongs mit Rockeinschlag.

Toll arrangiert sticht natürlich die bezaubernde, prägnante Stimme von „Chrissy“ Costanza hervor. Unbestritten auch einer der Gründe, weshalb dieses Trio diesen beachtlichen Hype erleben darf. Davon abgesehen präsentieren sich die Songs vielfältig mit einem catchy Sound, zeitlos und modern. Das sorgt für gute Laune, auch wenn sich mal ein nachdenklicher Song darunter mischt. Wie dem auch sei, bei allen Tracks harmonieren sowohl Sound als auch Stimme prächtig miteinander, die zudem einiges an kreativer Musikalität ertönen lassen. So kann man neben griffigen Gitarren auch 80er-Analog-Synthies vernehmen. Definitiv gibt es eine Handvoll Songs, die sämtlich Hitpotenzial und Ohrwurmtauglichkeit besitzen, wie ‘Young & Relentless’, ‘Forget Me Now’, ‘One More Weekend’ oder ‘Roses’. Ganz stark auch der Titeltrack ‘In Our Bones’ mit Akustikgitarre und richtig coolen Vibes. Doch lange Rede, kurzer Sinn – dieses starke Pop-Rock-Debüt wird dem Trio den nächsten Schub verpassen und hat es definitiv auf ein neues Level gehoben.

Against the Current ‘In Our Bones’ (Atlantic/Warner) - VÖ: 20. Mai 2016
Tracklist: 01. Running With The Wild Things // 02. Forget Me Now // 03. Chasing Ghosts // 04. One More Weekend // 05. In Our Bones // 06. Young & Relentless // 07. Runaway // 08. Brighter  // 09. Wasteland // 10. Blood Like Gasoline // 11. Roses // 12. Demons