Der Meister des Horror-Rock ist wieder aufgeschlagen. Auf seinen Rücken hat Rob Zombie sein neues Studioalbum mit dem illustren Titel ‘The Electric Warlock Acid Witch Satanic Orgy Celebration Dispenser’ geschnallt. Seine sechste Soloplatte beherbergt indes zwölf neue Tracks, die eine echte musikalische Freakshow entfesseln. Das im typischen Zombie-Style mit viel Krawall, Madness und Energie. So wie man es liebt, wenn man sich eine Horror-Rock-Scheibe dieses Ausnahmekünstlers in die Gehörgänge drückt.

Dabei können sich Fans glücklich schätzen, dass Rob Zombie neben seinen ganzen Touren oder seinem kommenden Horrorfilm Zeit gefunden hat, neue Songs unters lauernde Volk zu werfen. Wahrscheinlich kommt die Platte deshalb nur mit einer mageren Gesamtspielzeit von rund 31 Minuten daher. Das einzige Manko der Scheibe, aber dafür lassen die neuen Songs es an nichts missen.

Rob selbst feiert sein Album total, sagte er doch im Vorfeld der Veröffentlichung über ‘The Electric Warlock’: „Das ist definitiv mein bisher liebstes Album ... ohne Witz. Ja, ich weiß, das sagt jeder. Aber es ist wirklich das heftigste, gestörteste und krankste Musikmonster, das wir je geschaffen haben. Ein Song mit dem Titel ‘Well, Everybody's Fucking in a U.F.O.’ ist jetzt schon ein Zombie-Klassiker! Seit Hellbilly Deluxe habe ich nicht mehr so viel Zeit auf ein Album verwendet. Und jede Minute hat sich gelohnt.“

Ja, diese Platte ist wirklich im positiven Sinne total gestört und herrlich provokativ. Und da kann man wirklich als Speerspitze des Albums den Track ‘Well, Everybody’s Fucking In A U.F.O.’ hernehmen. Zieht euch einfach den Text rein, Zombie-Mania deluxe! Aber auch Tracks wie ‘The Life And Times Of A Teenage Rock God’, ‘Wurdalak’ oder das explosive ‘Medication For The Melancholy’ rocken richtig ab. Die Platte besitzt trotz der Kürze eine geile Dynamik, coole Rhythmik aber auch altes White-Zombie-Feeling. Dazu passende Samples und schon hat man den gewünschten Zombie-Sound.
Wobei man dabei nie John 5 (Gitarre), Piggy D (Bass) und Ginger Fish (Drums) vergessen sollte, die allesamt verdammte Höllenhunde ihres Fachs sind und der Platte ebenfalls Qualität verleihen. Lange Rede, kurzer Sinn: Rob Zombie neues Horrorstück macht deftig Laune, lässt die Gliedmaßen zappeln und das Haupthaar kräftig wirbeln. Darauf stoßen wir an – Prost!

Rob Zombie ‘The Electric Warlock Acid Witch Satanic Orgy Celebration Dispenser’ (T-Boy Records/Universal) – VÖ: 29.04.2016
Tracklist: 1. The Last Of The Demons Defeated // 2. Satanic Cyanide! The Killer Rocks On! // 3. The Life And Times Of A Teenage Rock God // 4. Well, Everybody’s Fucking In A U.F.O. // 5. A Hearse Overturns With The Coffin Bursting Open // 6. The Hideous Exhibitions Of A Dedicated Gore Whore // 7. Medication For The Melancholy // 8. In The Age Of The Consecrated Vampire We All Get High // 9. Super-Doom-Hex-Gloom Part One // 10. In The Bone Pile // 11. Get Your Boots On! That’s The End Of Rock And Roll // 12. Wurdalak