Frisch aus Kiel meldet sich der Rocker Erik Cohen mit seinem zweiten Album „Weisses Rauschen“ zurück. Mit seinem zweiten Werk führt er seinen Weg strikt fort und erzeugt eine unüberhörbare eigene Note. Was am neuen Dreher vorrangig auffällt, ist, dass Cohen noch mal ordentlich an seinen Texten geschraubt hat, aber auch am Soundkostüm generell. Diese Weiterentwicklung macht seine Melodien noch einen Tacken greifbarer und treffen mehr den Punkt als auf seinem gelungenen Debüt „Nostalgie für die Zukunft“. Die zehn neuen Tracks wandern nun ziemlich abwechslungsreich zwischen Dark Rock, Doom Pop und Classic Rock.

So werden Freunde von Element of Crime, Danzig oder The Cult einige Parallelen entdecken. Dennoch ist sein Zweitling alles andere als extravagante Genremusik. Denn seine Tracks haben allesamt einen mainstreamigen, grenzbefreiten Einschlag, sodass sie definitiv Alltagstauglichkeit für eine breite Hörerschaft beweisen. Der Mann aus dem hohen Norden unterhält mit handgemachter, ehrlicher Musik, die zeigt, dass der ehemalige Punkrocker dieser Tage in Deutschland seinen Stellenwert als Düsterrocker gesteigert hat.



Mal abgesehen von seiner speziellen Stimme, gefallen die starken Kompositionen. Sie machen seine Rockmusik zu einem Soundtrip, der sich bei jedem weiteren Hördurchgang weiter entfaltet. Als Anspieltipps können wir euch hier die Tracks „Hier ist nicht Hollywood“, „Totenspinnengeist“ und „Neues Blut“ ans Herz legen. Insgesamt gelingt es Erik Cohen, seinen Weg mit einer weiteren starken Platte zu festigen. Ergo – poppig-rockig norddeutsche Lässigkeit mit einer kräftigen Portion Düstermucke für Fans ehrlicher Rockmusik!

Erik Cohen „Weisses Rauschen“ – RYL NKR - VÖ: 15. Januar 2016
Tracklist: 01. Hier ist nicht Hollywood // 02. Deine Dämonen // 03. Nur ein Herzschlag // 04. Schattenland // 05. Regen // 06. Totenspinnengeist // 07. Neues Blut // 08. Der heilige Gral // 09. Tapete // 10. Das gute Gefühl