Die Titanen des Thrash Metals melden sich mit ihrem elften Studioalbum „Repentless“ zurück. Doch nach dem Weggang von Kultdrummer Dave Lombardo sowie dem Tod von Gitarristen Jeff Hanneman machten sich Slayer-Fans schon ihre Gedanken, ob dies die Band soundtechnisch massiv beeinträchtigen würde. Nach dem Hören des neuen Thrash-Bombers ist zumindest eines klar: Der Dreher verteilt weiterhin harte Schläge mitten in die Fresse.

Mit Gary Holt haben sich die verbliebenen Bandgründer Tom Araya und Kerry King definitiv einen fähigen Gitarristen geangelt. Auch Neutrommler Paul Bostaph macht seine Sache gut, wobei man den Unterschied zu Lombardo schon hört. Jedenfalls haben die Thrasher zwölf Tracks auf die Platte gebracht, die allesamt das bieten, was man erwartet – kompromisslosen Slayer-Bombast! Es sind druckvolle Songs, wo in jeder Sekunde der Knüppel aus dem Sack gelassen wird und denen es nie an den typischen Trademarks der Band mangelt. Das ist schlicht und ergreifend bester Thrash Metal sowohl mit Hauruck-Effekt als auch mit mächtigem Groove. Das macht Laune, die Anlage aufzudrehen, das Bier rauszuholen und fröhlich mit den Kumpels befreit abzumoshen, bis der Nacken schmerzt.



Dass die Lieder alle sehr abwechslungsreich daherkommen, ohne auch nur ansatzweise an Gewalttätigkeit zu verlieren, gefällt obendrein. Direkt nach dem Opener wird mit dem Titeltrack „Repentless“ gezeigt, wo Slayer die Cochones hängen haben. Weitergeknallt wird direkt im Anschluss mit „Take Control“. Aber auch Kopfschwungkandidaten wie „Cast the First Stone“ oder „Chasing Death“ sind starke Tracks, ebenso wie das ruhige „When the Stillness comes“. Alles in allem ist es ein total lebendiges Werk mit geilem Riffing geworden, das kompromisslose Härte abfeuert, aber auch extrem groovy bleibt. Kurz: Wo Slayer draufsteht, ist eben auch Slayer drin!

Slayer „Repentless“ Nuclear Blast (Warner) - VÖ: 11. September 2015
Tracklist: 1. Delusions Of Saviour // 2. Repentless // 3. Take Control // 4. Vices // 5. Cast The First Stone // 6. When The Stillness Comes // 7. Chasing Death // 8. Implode// 9. Piano Wire // 10. Atrocity Vendor // 11. You Against You // 12. Pride In Prejudice