Punkrock und das Rheinland, vor allem um die Stadt Düsseldorf – das passt einfach zusammen. Vor allem wenn man da an die überaus erfolgreichen Toten Hosen sowie an die Broilers denkt. Doch im Schatten dieser Größen macht sich eine neue Truppe auf, um rassigen Punkrock unters Volk zu werfen. Die Rede ist von Rogers, die mit ihrem neuen Album „Nichts zu verlieren” ordentlich auf den Putz kloppen.

Die Band um Sänger „Chri“ Hoffmeier hat ein Dutzend feuchtfröhlicher Songs auf ihrer Studioplatte versammelt, die mit viel Sing-a-longs Bock auf Party und Pogo machen. Der Sound ist echt knackig, dynamisch und hat jede Menge Punkrock-Attitüde. Im Gegensatz zur Debütscheibe sind sie noch eine Ecke variabler geworden, was man sowohl dem neuen Drummer als auch den sehr griffigen Riff-Brettern anmerkt. Dazu die charismatische Röhre von Chri und fertig ist eine melodische, zum Mitgrölen anregende Platte, die Fans von krachenden Gitarren echt begeistern dürfte.

Sicherlich sind hier und da Parallelen zu den bekannten Düsseldorfer Kollegen zu vernehmen, aber dennoch schaffen es die Jungs, ihren eigenen Style mit einzubringen. Das merkt man vor allem, wenn in den Songs die Rock- und Metal-Elemente hervortreten. Sie verleihen dem Ganzen nämlich einen Touch Grobheit, was den Tracks überaus gut zu Gesicht steht. Rogers können aber auch Halbballaden, womit sie sich eben auch abwechslungsreich präsentieren.

Tracks, die als Anspieltipps herangezogen werden können, sind der Titelsong „Nichts zu verlieren“, das süffige „Hoch die Tassen“, aber auch Lieder wie „Eure Zeit“ oder die Single „Vergiss nie“. Nicht zu vergessen sind ihre herrlich authentisch-rotzigen deutschen Texte. Mit der neuen Platte sorgen Rogers definitiv für Aufsehen in der Punkrock-Welt mit jeder Menge Potenzial, sich in die Liga der deutschen Genrekönige zu etablieren! In diesem Sinne: Hoch die Tassen!

Rogers „Nichts zu verlieren” (People Like You Records) - VÖ: 26.Juni 2015
Tracklist: 01. Nichts zu verlieren // 02. Hoch die Tassen // 03. Steh auf // 04. Eure Zeit // 05. (N)Irgendwo // 06. Ander als ihr // 07. Zahnrad // 08. Zugvögel // 09. Traum // 10. Neustart // 11. Mehr // 12. Vergiss nie