Da sind ist sie wieder, eine der besten und erfolgreichsten deutschen Bands. Rammstein hatten mit den Vorboten „Deutschland“ und „Radio“ Millionen von Fans auf ihr mittlerweile siebtes Studioalbum angefixt. Seitdem gieren sie nach der neuen, selbstbetitelten Platte, auch weil der Vorgänger „Liebe ist für alle da“ stolze zehn Jahre zurückliegt. Aber damit ist ja nun endlich Schluss – Rammstein poltern und provozieren wieder wie zu ihren besten Zeiten.

Aber wie heißt es eben auch so schön, gut Ding will Weile haben. Das gilt auch für den neuen Dreher, auf dem das Sextett elf frische Songs verewigt hat. Über allem thront der charismatische Till Lindemann mit seiner unverwechselbaren Stimme, mal biestig, mal süffisant oder zornig. Dazu rocken die Gitarren, Synthie-Sounds und wummernde Drums, so wie man es von Rammstein gewohnt ist.

Neu erfinden sich die Jungs nicht, aber gut, das will die Band auch gar nicht und Fans ohnehin nicht. Daher gibt es ein weiteres Album mit all den geliebten Rammstein-Trademarks und reichlich textlichem Tiefgang. Von provokant bis nachdenklich stimmen sie etliche Themen an, die vor allem alle tagesaktuell sind. Gut gefällt auf der siebten Scheibe der Mix aus schwungvollen, rabiaten Tracks und theatralisch vorgetragenen Wuchtsongs mit poetischer Brillanz.

Das bringt Abwechslung und eine gute Dynamik auf die Platte. Anspieltipps wären hier das episch-provokante „Deutschland“, „Radio“, „Tattoo“, das humorvolle Highlight „Ausländer,“ „Puppe“ oder das pathetische „ Was Ich Liebe“. Wie bereits gesagt, Hörer, die einen neuen Rammstein-Sound erhoffen, können sich direkt wieder schlafen legen.

Aber jedem Fan wird beim Lauschen dieser Scheibe vor Freude das Herz aus der Brust springen, denn dieses unterhaltende Album präsentiert euch 100 Prozent Rammstein. In diesem Sinne, Feuer frei!

Rammstein „Rammstein“ (Universal Music) // VÖ: 17. Mai 2019
Tracklist:
01. Deutschland // 02. Radio // 03. Zeig Dich // 04. Ausländer // 05. Sex // 06. Puppe // 07. Was Ich Liebe // 08. Diamant // 09. Weit Weg // 10. Tattoo // 11. Hallomann

Quelle: Foto-Credits Jes Larsen