Es ist wohl das meisterwartete Metal-Album des Jahres! Metallicas neuer Dreher ‘Hardwired... To Self-Destruct’, der mit Wucht die Szene zum Beben bringt! Dafür haben sich die Thrash-Metal-Legenden stolze acht Jahre Zeit gelassen. Ja, die letzte reguläre Studioscheibe von Metallica ‘Death Magnetic’ liegt wirklich schon so lange zurück. Die lange Abstinenz haben James Hetfield, Kirk Hammett, Robert Trujillo und Lars Ulrich jedoch wirklich genutzt. Denn sie hauen hier ein Brett auf den Tisch, das alles in Grund und Boden kloppt, was die Metaller aus Frisco in der letzten Dekade veröffentlicht haben. Dieser Dreher greift alte Thrash-Tugenden auf, mischt Eingängigkeit, packend melodische Soli und Killerriffs ein und ballert so richtig scharf aus den Boxen.

Das hatte man so sicher nicht erwartet, schaffen es die gealterten Herren doch noch mal, ein echtes Monsteralbum rauszuhauen. Ein Dreher, der sich stark an ihren Meisterwerken der 80er und frühen 90er orientiert. Allein die Spielfreude der Jungs ist übertrieben ansteckend, lässt sie doch das Haupthaar fröhlich rotieren und die Nackenmuskulatur trainieren. Das ist ein mitreißendes, dynamisches, thrashig-hartes, aber auch melodisches Metalgewitter mit reichlich Tempo. Also wer hier was zu kacken hat, der ist einfach nur undankbar. Denn ‘Hardwired... To Self-Destruct’ gehört mit seinen zwölf Songs, aufgeteilt auf zwei CDs und einer satten Spielzeit von 80 Minuten, zum Besten, was man in den letzten 25 Jahren von Metallica zu hören bekommen hat! Und für diese Erkenntnis muss man sich wahrlich keine Fanbrille aufsetzen.

Bereits der Einstieg mit ‘Hardwired’ brettert mit gewaltiger Beschleunigung und sägenden Riffs durch die Gehörgänge. Gefolgt vom biestigen Metal-Brett ‘Atlas, Rise!’ mit mächtig Groove. Bei ‘Moth Into Flame’ zelebrieren Metallica hingegen die Fusion von Melodie und thrashiger Bissigkeit. ‘Dream No More’ überzeugt indes mit dämonischem Midtempo-Sound. Weitere Anspieltipps sind sicherlich ‘Halo on Fire’, ‘Here Comes Revenge’ und das Geschwindigkeitsmonster ‘Spit Out The Bone’. Hammer – was Metallica hier in Gänze abliefern, ist schlichtweg großes Thrash-Metal-Kino, das musikalisch seine Energien aus Klassikern von ‘Kill ’Em All’ bis hin zum ‘Black Album’ zieht. Jedoch nicht aufgewärmt, sondern wunderbar frisch und modern produziert. Nicht zu vergessen diese umwerfende Gitarrenarbeit Metallicas – Krawumm! ‘Hardwired... To Self-Destruct’ schießt Metallica schlussendlich wieder auf den Thrash-Metal-Thron mit Geschwindigkeit, Heavyness und neuen Metal-Hymnen! Ein echtes Killeralbum! Danke dafür!

Metallica ‘Hardwired... To Self-Destruct’
(Blackened/Virgin EMI/Universal Music) - VÖ: 18.10.2016
Disc One : 1. Hardwired // 2. Atlas, Rise! // 3. Now That We’re Dead // 4. Moth Into Flame // 5. Am I Savage? // 6. Halo On Fire
Disc Two: 1. Confusion // 2. Dream No More // 3. ManUNkind // 4. Here Comes Revenge // 5. Murder One // 6. Spit Out The Bone