Seit den 90er Jahren beleben die US-Boys von Good Charlotte nun schon das Pop-Punk-Genre. Jetzt steht das siebte Album „Generation RX“ auf dem Plan, wie der Vorgänger „Youth Authority“ jede Menge Hörgenuss in die Welt zu bringen. Mit charismatischem Pop-Punk, der aber erwachsener und erdiger klingt als je zuvor. Die Jungs sind halt keine 20 mehr – und besingen auch nicht mehr die Punk-Teens von damals. 

Hinter ihnen liegen nun rund zwei Dekaden, in denen die Band viel erlebt hat – inklusive depressiver Tiefs, weshalb sie sich auch eine langjährige Pause gönnen, um gestärkt mit dem Vorgänger wieder Gas zu geben. Daher finden wir auf „Generation RX“ eine gute Mischung von neun Tracks, die mit nachdenklichen und ernsten Themen, aber eben auch zackigen Emotionsbomben begeistern.

Direkt zu Anfang geht es los in bester Good-Charlotte-Manier mit „Self-Help“. Klar, ihre Trademarks hat die Band nicht vergessen – und dennoch bleibt sie variantenreich und vor allem modern. Auch auf dieser Platte lässt sie keinen Zweifel daran, dass die kommerziell attraktivsten Tracks gleichzeitig auch ihre Hitgaranten sein werden – wie etwa die super-eingängigen „Shadowboxer“ und „Actual Pain“.

Ein melodisches, rockiges aber auch musikalisch vielschichtiges Album, gerade wenn man sich Tracks wie „Prayers“, „Leech“ – zusammen mit Architects-Frontmann Sam Carter – oder „Better Demons“ anhört. Es gibt aktuell einfach nicht viele Bands, die im Pop-Punk mit dieser Kreativität, Tiefe und dennoch mainstreamtauglichen Melodie so gut abrocken wie der Fünfer aus Maryland. Damit bleibt mit „Generation RX“ der Pop-Punk-Thron weiterhin in fester Hand von Good Charlotte! Well done!

Good Charlotte „Generation RX“  (BMG/ Warner) // VÖ: 14. September 2018
Tracklist:
01. Generation RX // 02. Self Help // 03. Shadow Boxer // 04. Actual Pain // 05. Prayers // 06. Cold Song // 07. Leech // 08. Better Demons // 09. California (The Way I Say I Love You)