Die ersten Worte zur neuen Anthrax? Hell Yeah! Das elfte Studioalbum „For All Kings“ der Thrash-Metal-Giganten, ist ein höchst unterhaltsames, starkes Stück Musik geworden! Die Jungs liefern einen heißen Tanz, in dem der Thrash nur so explodiert. Doch das Ganze wurde gekonnt mit einprägsamen Melodien gemischt, was diesen Dreher wiederum zu einem sehr anspruchsvollen Metal-Album macht. Der Variantenreichtum ist schon beeindruckend, wenn Sänger Joey Belladonna und Anthrax-Urgestein Scott Ian mit ihren Jungs hier in die Vollen gehen. Das Songwirting ist so stark, wie lange nicht mehr – und auch Belladonnas kraftvolle Stimme gibt den elf Songs diesen begnadet guten Anthrax-Sound.



Musik, die euch von den Boxen wegballert. Das Riffing ist nämlich wieder mordsmäßig wild und die Drums knallen wie ein mächtiges Gewitter. Insgesamt ist es ein sehr homogenes und dynamisches Werk geworden, das den guten alten Heavy Metal mit rotzigem Thrash zusammenführt, und daran hat Belladonna ohne Zweifel einen riesigen Anteil. Generell gefällt es, dass Anthrax ihren Sound wahren und es auf „For All Kings“ dennoch schaffen, so unglaublich frisch zu klingen. So gibt es heavy, eingängige Midtempo-Nummern wie „Monsters at the end“ zu hören, aber eben auch rotzige Thrash-Brecher wie „Evil twin“ oder das mit Crossover versetzte „Zero tolerance“.

Diese Platte macht einfach übelst Laune, auch weil sie sich nach jedem weiteren Hördurchgang mehr entfaltet. Das ist kluger, anspruchsvoller Metal, der Freunde harter Gitarrenmucke absolut begeistern sollte. So stark waren Anthrax schon lange nicht mehr – Hell Yeah!

Anthrax „For All Kings“ - Nuclear Blast (Warner) - VÖ: 26.02.2016
Tracklist: 01. You Gotta Believe // 02. Monster At The End // 03. For All Kings // 04. Breathing Lightning // 05. Suzerain // 06. Evil Twin // 07. Blood Eagle Wings // 08. Defend Avenge // 09. All Of Them Thieves // 10. The Battle Chose Us // 11. Zero Tolerance