Trinkhörner und Devil Horns in die Höhe! Das schwedische Death-Metal-Schlachtschiff schippert wieder! Amon Amarth packen mit „Jomsviking“ eine verdammte Streitaxt aus, die jeden Freund harter Gitarrenmucke köpft! Es sind insgesamt elf wilde Nordmannslieder und das im wahrsten Sinne des Wortes. Denn die zehnte Platte ist das erste Konzeptalbum der Band und handelt von den Elite-Söldnern der Jomswikinger. Genauer gesagt: von einem jungen Wikinger, dessen große Liebe mit einem anderen Mann verheiratet werden soll. Das lässt der sich natürlich nicht gefallen – so als echter Krieger, vollgepumpt mit Testosteron.

Amon Amarth ist es beeindruckend gelungen, diese Geschichte musikalisch mit dieser Epicness und Intensität zu erzählen, dass man gebannt vor den Boxen hängenbleibt. Es lodert ein Melodic-Death-Metal-Feuer, das auch Thrash- sowie Heavy-Metal-Elemente beinhaltet. Ein wirklich beeindruckender Dreher mit einer majestätischen Härte und abwechslungsreichen Arrangements. Dazu bläst Sänger Johan Hegg kräftig ins Horn. Was wirklich heraussticht, ist die Dichte an Mörderriffs- und grenzgeilen Soli, die dem Ganzen den Feinschliff geben. Bereits mit den ersten beiden Tracks, „First Kill“ und „Wanderer“ wird böse durch die Boxen getreten. Beim eingängigen „Sea Of Blood“ wird der Nacken weiter bearbeitet und mit „Raise Your Horns“ gibt es Hymnisches mit krassem Riffing.

Auch Tracks wie „Vengeance Is My Name“ oder „At Dawn‘s First Light“ fetzen dramatisch durch die Luft. Der Song „A Dream That Cannot Be“ mit Doro Pesch geht ebenso klar. Was Amon Amarth hier erschaffen haben, ist sensationell. Und das, obwohl die letzten neun Platten alle ihre erhabenen Momente hatten. Aber auf „Jomsviking“ liegt die Schlagzahl an Highlights dennoch extrem hoch. Die erneute Zusammenarbeit mit Produzent Andy Sneap (Machine Head, Megadeth, Testament) hat den Sound der Platte ein ganzes Stück erweitert. Und so steht am Ende ein ergreifendes Meisterwerk der Schweden, mit dem sie der Welt zeigen, wie wuchtig Wikinger eine nordische Geschichte erzählen können. Also noch mal: Trinkhörner und Devil Horns in die Höhe – hier kommt ein echtes Melodic-Death-Metal-Brett!

Amon Amarth „Jomsviking“ - (Metal Blade / Sony Music) - VÖ: 25.03.2016
Tracklist: 1. First Kill // 2. Wanderer // 3. On A Sea Of Blood // 4. One Against All // 5. Raise Your Horns // 6. The Way Of Vikings // 7. At Dawn‘s First Light // 8. One Thousand Burning Arrows // 9. Vengeance Is My Name  // 10. A Dream That Cannot Be (feat. Doro Pesch) // 11. Back On Northern Shores