Der ältere Herr aus diesem Video bewerkstelligt alle Teilaspekte des unerreichten „Zwei Glorreiche Halunken“-Titelthemas im Alleingang, nur mit seiner Stimme und einer Akustikgitarre. Muss man erst mal schaffen. Vor allem, wenn man dabei in einem Friseursalon sitzt. Eine ebenso respektable wie unterhaltsame Leistung, von der sich nicht nur Fans von Spaghetti-Western überzeugen sollten. 

Seinerzeit hätte niemand ahnen können, welchen Siegeszug die italienischen Billig-Western eines Tages antreten würden. Noch weniger konnten sowohl die Macher als auch die Kritiker des Genres erahnen, dass diese Streifen einige der begabtesten Talente der Branche hervorbringen würden, die für immer in die Annalen der Filmwelt einziehen würden. Namen wie Sergio Leone, Clint Eastwood, Franko Nero, Bud Spencer, Terence Hill und – vor allem – Ennio Morricone sind Legende.

Wah Wah Wah!

Ein Name, der wie kein anderer für epische, herausragende Soundtrack-Kompositionen steht – von John Williams vielleicht einmal abgesehen. Unzählige Filme, vom Horror-Trash bis hin zu Klassikern von Weltruhm hat Morricone mit seinem einzigartigen Musikstil geadelt – auch und gerade jenseits des Spaghetti-Westerns.

Doch unbestreitbar liegen hier seine Wurzeln – und einige der legendärsten Stücke, die der Meister je geschrieben hat. Einige seiner herausragendsten Lieder stammen aus dem Meisterwerk „Zwei glorreiche Halunken“, einer der Filme mit dem wohl irreführendsten deutschen Titel überhaupt, dreht sich die Handlung doch um drei Charaktere.

Egal. Jedenfalls ist das Titelthema von „The Good, The Bad, The Ugly“, wie der Film im Original heißt, weltbekannt – Morricone setzte für das epische Stück auf mehrere Instrumente, jede Menge Blechbläser, einen kleinen Chor und den bekannten „AhAhAhAh – Wah Wah Wah“-Gesangspart.

Der Senior aus dem Video stemmt die allesamt alleine – und das, während er nur mit einer Klampfe in einem Friseursalon setzt. Irgendetwas sagt uns, dass der Meister das hier wohl mögen würde.