In eingeweihten Kreisen heißt es: Wenn ein DJ nicht weiter weiß, spielt er 'Killing in the Name' von Rage against the Machine. Dadurch gilt die Nummer in der rockaffinen Bar-Szene zwar als abgelutscht, ein absoluter Klassiker der Musikgeschichte ist das Stück aber dennoch. Nicht umsonst geht das Publikum nach 15 Jahren noch steil, wenn eines der ikonischsten Riffs aller Zeiten die Boxen vibrieren lässt. Na ja, und spätestens wenn Sänger Zack de la Rocha brüllt  „Fuck you, I won't do what you tell me! Motherfucker!“ gibt es eh kein Halten mehr.

Das Ganze hat dabei einen äußerst ernsten Hintergrund. Der Song aus dem Jahr 1992 klagt den Rassismus im US-amerikanischen Staatsapparat an und richtet sich dabei insbesondere gegen Mitglieder des Klu-Klux-Klans, die im Dienst der Polizei ihr brutales Vorgehen gegen Minderheiten und sogar Morde damit rechtfertigen, einer überlegenen Rasse anzugehören. Der Zorn, den man bei jedem Anschlag der Saiten förmlich spüren kann, ist echt. Ebenso die unmissverständliche Aufforderung, sich ein derartiges Vorgehen nicht bieten zu lassen.

Ein Thema, welches leider immer noch nicht an Aktualität verloren hat, was aber nicht bedeutet, dass man mit dem Titel nicht einfach nur Spaß haben kann. Sei es beim Tanzen, bei einer geselligen Runde 'Guitar Hero' oder eben mit dem folgenden Video. Denn so habt ihr 'Killing in the Name' garantiert noch nicht gehört: Nämlich komplett mit Spielzeuginstrumenten gespielt!