Kennt ihr dieses Gefühl? Ihr geht die Straße einer Großstadt herunter und plötzlich dringen Klänge an euer Ohr, die euch aufhorchen lassen? Ihr folgt der Musik, bis ihr einen oder mehrere Musiker vorfindet, denen ihr mit größtem Vergnügen lauscht. Unweigerlich stellt sich die Frage: Wieso müssen so begabte Leute hier in der Einkaufszone von Pusemuckel am Steiß hocken, statt ihre Alben einer breiten Öffentlichkeit vorzustellen!? Doch gibt es Straßenmusiker, die es ihr Schattendasein zurecht beenden konnten. So wie die Kombo Too Many Zoos.

Ein überragendes Trio, das aus einem Saxofonspieler (Leo P.), einem Trompeter (Matt Doe) und einem Percussionisten (King of Sludge) besteht. Die beherrschen ihr Handwerk nicht nur, sondern haben nebenbei ein eigenes Genre begründet: Brasshouse. Frei übersetzt in etwas „House mit Blechbläsern“. Wenn ihr euch anschaut und vor allem anhört, was die Jungs in diesem Video abziehen, begreift ihr, was damit gemeint ist. Auch ohne ihren an dem Tag verhinderten Trompeter feuern Saxmann und Trommler von Too Many Zoos in diesem Video eine Salve der Bandbreite ihres Könnens heraus.

Was wir hören, klingt wie ein Mix aus alten Apollo 440, The Prodigy zu Glanzzeiten und einer Prise Chemical Brothers – nur ohne einen Hauch von Elektronik. Tempo, Timing, Melodie und der optische Unterhaltungswert: Hier stimmt alles. Diese Jungs offenbaren ein Können, mit dem mit den begnadetsten Jazz-Kombos auftreten könnten. Doch sie stehen in U-Bahn-Eingängen in New York und Paris, wo die Ursprünge ihrer Karriere liegen. Einfach irre, doch dank YouTube der Weltöffentlichkeit zugänglich gemacht. Und Alben zum Kaufen haben sie mittlerweile auch. Hier werdet ihr fündig, wenn euch das Material gefällt. Wir lieben es!