Klar, Metalheads greifen vor und auch auf der Bühne gerne mal zu einem guten Tropfen. Doch gerade als Musiker sollte man seine Grenzen kennen, was den Alkohol betrifft, das zeigt dieses Video recht … eindrucksvoll. Das zeigt eine Black-Metal-Band, die durch ihren Suff von finsteren Satansknechten so weit entfernt ist wie der Papst von sexueller Erfüllung. Gute Unterhaltung – im wahrsten Wortsinne.

Black Metal. Eine der härtesten Spielarten des harten Musikgenres – von Elternverbänden und besorgten Kirchenvätern als „Musik des Teufels“ gebrandmarkt. Nicht grundlos: In den 90ern gab es etliche Skandale um Mordfälle, satanische Riten und Kirchenverbrennungen – sie alle drehten sich um die wichtigsten Vertreter des Black Metals aus Norwegen. Irgendwann verschwand die Musik dann wieder aus den Medien in den Untergrund, sieht man von bekannteren Kapellen wie Cradle of Filth oder Dimmu Borgir ab – die nach Meinung vieler Fans aber auch kein „echter“ Black Metal (mehr) sind.

Neben den oftmals satanistischen und lebensverneinenden Inhalten der menschenverachtenden Untergrundmusik liegt der hohe Wiedererkennungswert nicht nur in den frostklirrenden, sägenden Gitarren, dem Rumpelkisten-Drumming oder dem Keifgesang, sondern auch beim sogenannten „Corpsepaint“, einem bestimmten, anonymisierenden Schminkstil. Doch die meisten Black-Metal-Kapellen unterscheiden sich, was ihre Mitglieder angeht, nicht besonders von Bands anderer Spielarten: Sie trinken gerne mal einen über den Durst und treten trotzdem – oder gerade deswegen – auf. Mit unterhaltsamen Konsequenzen, wie man an diesem Auftritt der finnischen Kapelle Azazel sieht, die ihren Auftritt auf einem Festival komplett in den Sand setzt.