Solltet ihr keine schwedischen Vorentscheidungen zum Eurovision Song Contest schauen, ist die Wahrscheinlichkeit ziemlich gering, dass ihr Inge Ginsberg kennt. Oder eine Band namens TritoneKings. Noch unwahrscheinlicher wirkt es, dass diese 93-jährige Rentnerin und die Combo der härteren Gangart zusammen auf einer Bühne stehen, sollte man meinen. Doch genau das ist in diesem Fall der … äh … Fall: Mit ihrem verstörenden Metal-Song „Totenköpchen“, noch dazu mit morbiden Texten, auf Deutsch vorgetragen und mit etlichen Orgel- und Polka-Versatzstücken geschmückt. Doch seht selbst.

Es gibt sie nicht nur vereinzelt. Ist man ehrlich, machen sie den Unterschied zwischen „Leben“ und „Existieren“ aus: Diese kuriosen „What the fuck!?“-Momente, im Netzjagon schlicht als „WTF!?“ bezeichnet, und oft von einem ungläubigen O.o-Smiley begleitet. Das Internet ist aber ein gutes Stichwort, denn wie oft erlebt man es als Nutzer, dass man einfach nur ein wenig rumsurfen wollte und sich plötzlich gefragt hat:

Wie zum Teufel bin ich jetzt schon wieder in diesem seltsamen Teil des Netzes gelandet!?“, fragt man sich dann unwillkürlich. Im Falle des oben erwähnten Metal-Oma-Videos könnt ihr euch diese Frage ausnahmsweise sparen und einfach uns gelangweilten MANN.TV-Redakteuren mit zu viel Zeit die Schuld geben. Dankt uns später, dass wir euch eure kostbare Lebenszeit sparen. Übrigens ist die gute Dame nicht nur in Hinsicht ihres Musikgeschmacks ein echtes Phänomen: Inge Ginsberg überlebte nicht nur den Holocaust, die österreichisch-schweizerische Sängerin war im Zweiten Weltkrieg auch Spionin. Angst vor dem Tod scheint die Dame keine zu kennen.