Es kracht, es zischt und es scheppert stets gewaltig, wenn die Neo-Thrasher aus Nordamerika mit einem neuen Dreher um die Ecke stampfen. Das ist mit ihrem achten Studioalbum „Bloodstone & Diamonds“ nicht anders. Die unverwechselbare Dampframme Robert Flynn legt los wie eine Kettensäge, die darauf trainiert ist, sich ins menschliche Rechenzentrum zu fräsen. Alle zwölf neuen Songs sind sowohl dynamische als auch abwechslungsreiche Abrissbirnen. Sie sind unglaublich atmosphärisch, besitzen die Kraft einer Überdosis Doppelherz, geben sich dabei so powervoll wie Popeye und zeichnen sich durch die Frische von Meister Proper aus.

Es fällt wirklich schwer, nicht in grenzenlose Lobhudelei zu verfallen. Aber die musikalischen Fakten nageln das Wort „Monsterplatte“ überdeutlich ans Schwarze Brett. Dieses Werk strotzt einfach vor Power Grooves, melodischen Spielereien und fackelt ein Höllenfeuer an Härte ab. Da schauen die beiden hervorragenden Vorgängeralben „The Blackening“ sowie „Unto The Locust“  wie ängstliche Kids nervös um die Ecke. Die Tracks weisen zudem eine tolle Komplexität auf, verlieren aber nie an Eingängigkeit. Hier geht der brutale Neo-Thrash einfach mit gefälligem Modern-Metal eine Liebesabenteuer ein, das so organisch durch die Hörleitung kracht, dass am Ende das Hirn vor Freude kurz vor der Explosion steht.

Tracks wie „Take Me Through The Fire”, „In Comes The Flood”, „Killers & Kings” oder „Night Of Long Knives” sind wahre und vor allem allgemeintaugliche Metalhymnen. Wobei „Game Over” diese vier eingängigen Killertracks mit seiner punkigen Aura fast noch in den Schatten schubst. Doch Machine Head können auch gediegener: mit „Beneath The Silt” oder richtig idyllisch mit dem balladeskem „Damage Inside“, wo Flynn seine einzigartige cleane Stimme auspackt.

Aber was labern wir hier noch viel rum. Sowohl Fans der Band als auch Metalbegeisterte müssen hier zuschlagen! Machine Head zementieren mit 'Bloodstone & Diamonds' nämlich ihren Part als unangefochtene Speerspitze des Genres. So muss sich zeitgemäßer und intelligenter Metal anhören. Vor allem als Gesamtpaket konkurrenzlos geil. Unser Lobgesang an ein abwechslungsreiches Dampfhammeralbum! Danke, Machine Fucking Head!

Tracklist:
1. Now We Die // 2. Killers & Kings // 3. Ghosts Will Haunt My Bones // 4. Night Of Long Knives // 5. Sail Into The Black // 6. Eyes Of The Dead // 7. Beneath The Silt // 8. In Comes The Flood // 9. Damage Inside // 10. Game Over // 11. Imaginal Cells // 12. Take Me Through The Fire

Foto: Photocredit by Travis Shinn