Moin, moin! Dürfen wir vorstellen: der Kieler Erik Cohen! Einigen eventuell besser bekannt als Jack Letten von den Hardcore-Punks „Smoke Blow“. Als Cohen geht er mit seinem Debütalbum „Nostalgie für die Zukunft“ allerdings andere Wege und die stehen ihm musikalisch bestens zu Gesicht. Erdiger, kräftiger Rock ist sein neuestes Steckenpferd, das zeigt, was ihn diesem achtbaren Künstler steckt.

Es ist eine Platte geworden, die mit tollen, wortgewitzten Texten Tiefgang erzeugt und deren Melodien direkt ins Ohr gehen. Eine neue deutsche Hoffnung in den Rock-Sphären mit einem alten Hasen im Musikbusiness. Gerade in Zeiten von Retortenmusikern ohne Ende ist Eric Cohen ein erfrischendes Positivum aus Norddeutschland. Musikalisch bewegen sich die zwölf Songs zwischen vielen Stilen meist im Midtempo-Bereich, mit einfachen Rock-Riffs, die jedoch immer auf den Punkt sind. Zwar sind seine selbst genannten Einflüsse von Bands wie The Cult, Misfits, Depeche Mode und Stone Temple Pilots hörbar, aber es ist nicht von der Hand zu weisen, dass Cohen sein ganz eigenes Ding daraus gestrickt hat.

Die energetischen poppig-rockigen Melodien sind das eine, aber über allem schwebt letzten Endes seine tolle auffällige Stimme mit nordischem Charme und einem „Type O Danzigem“-Grundton. Auch wenn jeder Song seine Stärken hat, so kristallisiert sich der Titel „Chrom“, mit seinem ohrwurmtauglichen Refrain, als hitverdächtiges Highlight der Platte heraus. Es ist schlussendlich ein Debüt, das zeitgemäße, deutschsprachige Rockmusik abliefert, mit jeder Menge Potenzial für die Zukunft. Dafür allerhöchsten Respekt und unseren mann.tv-Musiktipp! Anspieltipps: „Chrom“, „In Bewegung“ „Dirigent“, „Licht“.

Tracklist:
1. Kosmonaut
2. Chrom
3. Kapitän
4. Treue Herzen
5. In Bewegung
6. Stadt
7. Dirigent
8. Omega Mann
9. Segeln
10. Licht
11. Kreuz
12. Wölfe