Was gibt es Schlimmeres als eine Party, auf der ein Bär zum Steppen in den Keller geht? Es fließt kein Bier, es brennt kein Grill und Frauen tanzen auch keine nackt auf den Tischen. Einer der größten Feierkiller ist definitiv die falsche oder unpassende Beschallung. Das A und O einer jeden guten Party ist die Kunst, für jede Situation den richtigen Kracher aufzulegen. Und da gibt es natürlich einen unendlich großen Pool an Songs. Rocker der älteren Generation werden sie kennen und lieben, der jüngeren Generation wollen wir sie an die Hand geben. Die Rede ist von alten Rockhymnen, die wirklich jede Party zur Sperrzone erklären und Männer zu Feierbiestern mutieren lassen. Wir haben in unseren alten Plattenkisten gekramt und einige Stücke herausgesucht, die heute noch genau so gut die Party zum Beben bringen, wie vor dem neuen Jahrtausend. So holt ihr jeden Bären aus dem Keller ...

Phase 1: Klassiker zum Aufwärmen

Es geht doch nichts über klassische Rockhymnen, die wirklich jeder kennt. Evergreens, deren Ohrwurmqualitäten so legendär sind, dass sie schon nahezu jedes Trommelfell durchbrochen und sich in etlichen Kleinhirnen festgebissen haben. Hymnen eben, die einfach immer die ersten Feuer einer Party legen. Hier unsere Empfehlungen:

The Rolling Stones: „Satisfaction“
Journey: „Any Way You Want It“
Whitesnake: „Here I Go Again“
Survivor: „Eye of the Tiger“
Europe: „The Final Countdown“

Phase 2: Punk zum Abrocken

Brennt bereits die Luft und ist der Pegel der Gäste gestiegen, dann wird es Zeit, die Tanzfläche zu stürmen. Natürlich schwingt ‚Mann’ nicht unbedingt ausgelassen das Tanzbein, sondern macht aus dem Parkett lieber eine Pogo-Hüpfburg. Ein Ort, wo sich Körper auf die etwas wenig zärtliche Art treffen. Um dieses positive Chaos auszulösen, taugen Punkrock und der Crossover der 90er Jahre perfekt. Bestes Abrockmaterial liefern:

Pennywise: „Bro Hymn“
Dog Eat Dog: „Isms“
Nirvana: „Smells Like Teen Spirit“
Rage Against The Machine: „Killing In The Name“
The Offspring: „Self Esteem“

Phase 3: Stürmisches Haupthaar und Luftgitarren

Wenn der Mob tobt, die Frauen auf den Tischen in enthemmte Ekstase geraten und der Bierverbrauch Spitzenwerte erreicht, dann wird es Zeit für Heavy Rock und Metal-Klassiker. Wenn das Haupthaar ordentlich in Schwung gebracht und der Dauereinsatz von Luftgitarren eingeleitet wird, dann müssen folgende Songs dafür verantwortlich sein:

Queen: „Bohemian Rhapsody“
AC/DC: „Highway To Hell“
Black Sabbath: „Paranoid“
Guns N' Roses: „Paradise City“
Deep Purple: „Smoke on the Water“

Phase 4: Zeit zum Mitgrölen

Wenn die Stimmung am Siedepunkt haftet und wirklich jede Zunge locker sitzt, dann wird es Zeit für die speziellen Lieder. Songs, deren Texte meistens unbewusst im Hinterstübchen hinter verschlossenen Pforten lagern, die durch Zufuhr einer entsprechend hohen Alkmenge aber aufgestoßen werden. Zur besten Zeit einer Party laden folgende Lieder immer wieder zum losgelösten Mitgrölen ein:

Die Ärzte: „Westerland“
Die Toten Hosen: „Hier kommt Alex“
Johnny Cash: „Ring Of Fire“
Lynyrd Skynyrd: „Sweet Home Alabama“
Bruce Springsteen: „Born In The USA“

Phase 5: Songs für den Frauenkontakt

Wenn das Partybiest sich ausgetobt hat, wird es Zeit sich mit den Damen zu vereinen. In dieser Phase muss natürlich die passende Musik zum Schmusen und Knutschen (oder was euch sonst noch so beim Aufeinandertreffen der Geschlechter in den Sinn kommt) laufen. Die Songs, die beim Kontakt mit Frauen immer ziehen, sind folgende:

Metallica: „Nothing Else Matters“
Led Zeppelin: „Stairway To Heaven“
The Doors: „Light My Fire“
Fury in the Slaughterhouse: „Time To Wonder“
Red Hot Chili Peppers: „Under The Bridge“

Weitere Tipps:

Selbstverständlich stellen die genannten Songs nur einen Bruchteil aus dem Fundus alter Rock-Klassiker, Punk-Kracher oder Metalhymnen dar und jeder besitzt ja schließlich auch seinen ganz eigenen Geschmack. Ganz sicher ist jedoch, dass ihr mit einer ordentlichen Musikauswahl jede Party positiv beeinflussen könnt - und am besten, wenn im Hintergrund (Strom-)Gitarren den Ton angeben. Nachfolgend noch ein paar weitere Klassiker, die heute wie damals auf keiner Party des besseren Geschlechts fehlen sollten:

Midnight Oil: „Beds Are Burning“
Héroes del Silencio: „Entre dos Tierras“
Bryan Adams: „Summer of '69“
Beastie Boys: „Sabotage“
Toto: „Africa“