Fünf Akkordeons und ein Schlagzeuger. Nicht unbedingt die Zutaten, aus denen die Träume von Techno- und Elektro-Jüngern gewoben sind, möchte man meinen. Doch von wegen: Was das Akkordeonquintett des Akkordeonorchesters München e.V. in diesem Video zusammen mit einem Schlagzeuger abliefert, ist nichts anderes als eine perfekte Interpretation eines absoluten Techno-Klassikers der Jahrtausendwende. Vorhang auf für einen akustischen Sandsturm aus der Quetschkommode.

Es gibt Musikklassiker oder solche, die es werden wollen, die sich auch abseits des Hörerlebnisses verselbstständigt haben. Zu einem regelrechten „Meme“, also einem geflügelten Wort der Internet-Kultur, wurde dabei der Techno-/Elektro-Track „Sandstorm“ des finnischen DJs Darude.

Kein YouTube-Video mit Musik mehr, unter dem nicht irgendwer fragt: „Was ist das für ein Song? Wie heißt dieses Lied?“ Die klassische Antwort lässt in der Kommentarsektion nicht lange auf sich warten.

Es findet sich stets irgendein Scherzkeks, der antwortet: „Sandstorm, Darude“. Unabhängig davon, wie das Lied wirklich heißt. Klar, dass ein solcher Selbstläufer von einem Musikstück auch von unzähligen Leuten immer wieder aufs Neue interpretiert wird. Doch diese Version dürfte ziemlich einzigartig sein – und beweist, dass man keineswegs elektronische Samples braucht, um „elektronische“ Musik zu machen.