Die Musikwelt und Millionen Fans trauern um den tragischen Tod von Linkin-Park-Sänger Chester Bennington, der sich am 20. Juli 2017 das Leben nahm. Ein Schock, keine Frage: War der charismatische Frontmann, der mit seiner Band vor allem Anfang der 2000er mit Alben wie 'Hybrid Theory' (2000) oder 'Meteora' (2003) musikalische Meilensteine setzte, für viele doch eine Ikone. Letzte Woche, kurz nach Bekanntgabe von Benningtons Selbstmord, veröffentlichte die Band das Video 'Talking to Myself' zum neuen Album 'One More Light'.

Was anfangs eher unglücklich veröffentlicht und befremdlich wirkte, ist eine Woche später eher als Danksagung zu sehen. Viel mehr noch, das Musikvideo stellt eine Hommage an Bennington dar. Zu sehen sind reichlich emotionale Highlights der Band und vor allem ihres Frontmanns, der mit Kraft und Leidenschaft das Mikro bearbeitet. Es sind Zusammenschnitte von diversen Live-Konzerten ihrer Tour und damit auch die letzten Bewegtbilder des Idols auf der Bühne. Dazu das stetige Wechseln von schwarz-weiß zu Farbe – was im Nachhinein eine ganz andere Bedeutung bekommt.

Daher ist dieser Rückschau auf vergangene Linkin-Park-Konzerte wesentlich mehr Bedeutung beizumessen als einem x-beliebigen Video. Dabei gerät der Song selbst zur Nebensache: Was mehr als verständlich ist, stellt der Clip doch eine letzte Verbeugung vor einem grandiosen Leadsänger dar, den die Welt vermissen wird!