Fragt man Leute gesetzteren Alters, was ihr Lieblingsjahrzehnt war, bekommt man oft die Antwort zu hören: die 80er. Trotz allgegenwärtiger nuklearer Bedrohung, modischer Sünden wie Schulterpolstern und schrecklicher Frisuren – die Filme und die Musik waren ihnen zufolge einfach besser. Davon ist auch die britische Band Gunship überzeugt, die dich diesem Jahrzehnt verschrieben hat – mit Synthie-Sounds und fantastischen Musikvideos. So wie ihrer neuen Auskoppelung „Dark All Day“.

Das Video, eine Mischung aus Zeichentrick- und Realsequenzen, ersäuft geradezu in Popkultur-Zitaten aus den 80ern und 90ern. Nicht nur der fette Mix aus Synthie-Musik und dem Saxophon atmet dieses Jahrzehnt: In dem Video sehen wir nicht nur einen Truck, den das Gunship-Logo in bester „Cannon Films“-Optik ziert, sondern auch die im Song besungenen „Lost Boys“ im Kampf gegen den Vampirjäger Blade.

Flashdance im Blutregen

Auch eine Jägerin die arg wie „Buffy“ aussieht und ein weiterer Monsterkiller, der mit seinen Tattoos doch sehr an Seth Gecko aus „From Dusk til Dawn“ erinnert, sind die Stars in diesem Clip. Auch die Selbstzerstörungs-Sequenz aus „Predator“ kommt zum Einsatz. Spätestens im großen Finale, wenn die Blutregen-Szene aus „Blade“ auf „Flashdance“ trifft und die komplette Band nebst Gastsängerin Indiana (im besten 80er-Aerobic-Look) im roten Niederschlag steht, merkt der Letzte, was hier zitiert wird.

Als wäre der fette Sound mit Saxophon von „The Lost Boys“- und Tina-Turner-Soundlegende Timmy Capello nicht Hinweis genug darauf. Ein extrem cooles Video und ein Meilenstein des noch jungen Synthwave-Genres, das musikalisch wie ästhetisch auf die 80er zurückgreift und durch Gunships neuesten Output noch mehr Fans finden dürfte. Verdient, würden wir sagen. Das neue Gunship-Album „Dark All Day“ erscheint am 5. Oktober 2018. Aufdrehen, Abfeiern!