Ein Musikinstrument spielen zu können, ist ein besonders schönes Talent. Denn die meisten Frauen lieben Musiker im Allgemeinen und Gitarristen im Besonderen. Nicht erst seit Kurt Cobain ist Gitarre spielen unheimlich sexy. Doch noch kein Gitarren-Virtuose ist einfach so vom Himmel gefallen. Es braucht einiges an Übung und Taktgefühl, bis die Saiten ganz intuitiv in harmonische Schwingungen versetzt werden. Doch keine Sorge, mit ein bisschen Übung lassen sich sehr schnell einfache Akkorde erlernen und beim nächsten Grillabend zum Besten geben. Wer Blut geleckt hat, kann seine Künste an der Gitarre dann verfeinern. Wer weiß, vielleicht reicht es ja sogar für die Mitgliedschaft in einer Band. Spätestens dann werden die Groupies sicher Schlange stehen.

Die Gitarrenarten – Alles eine Frage der Musikrichtung?

Wer sich dazu entschieden hat, Gitarre zu lernen, hat schon mal einen wichtigen Schritt getan und andere beliebte Instrumenten, wie Klavier, Schlagzeug oder Saxophon vorerst ausgeschlossen. Doch die Qual der Wahl geht weiter, nämlich bei der Frage, welche Gitarrenart denn die richtige für die eigenen Bedürfnisse ist. Der Ratgeber von Kirstein gibt den Tipp, dass die Frage, zu welcher Musikrichtung der Einzelne tendiert, am Anfang der Überlegung stehen sollte.

Die Konzertgitarre
Wer Freunden und Familie, aber auch sich selbst, mit klassischer Gitarrenmusik etwas Gutes tun will oder plant, beim nächsten Campingausflug das Lagerfeuer-Entertainmentprogramm zu übernehmen, der sollte sich für die Konzertgitarre entscheiden. Der Klang der klassischen Gitarre, wie die Konzertgitarre auch genannt wird, ist weich und tragend. Während bei anderen Gitarren meist das Plektrum als Hilfsmittel eingesetzt wird, reichen bei dieser Gitarrenart die eigenen Finger völlig aus. In der Bauform unterscheiden sich Konzertgitarren in der Regel nur unwesentlich voneinander. Es gibt größere und kleinere Modelle. Interessant für die Kaufentscheidung ist hier vor allem das zum Bau verwendete Material. Deshalb nun eine Übersicht der am häufigsten verwendeten Hölzer zur Fertigung von Bogen und Zargen der Konzertgitarre sowie ihrer jeweiligen Eigenschaften:

Für die Decke der klassischen Gitarre wird normalerweise das Holz der Fichte oder der Zeder genutzt, welche beide zu den weichen und leichten Hölzern gehören. Der Hals der meisten Gitarren ist wiederum aus Mahagoni oder Ahorn gefertigt und für das Griffbrett werden häufig Ebenholz, oder Palisander verwendet.


Die E-Gitarre
Die E-Gitarre kann auch von Anfängern gespielt werden. Im Gegensatz zu rein akustischen Gitarren, werden E-Gitarren an einen Verstärker angeschlossen, was zu noch deutlicheren und lauteren Tönen führt. Die Bauformen dieser Gitarrenart sind ganz unterschiedlich und unterliegen keinen klaren Regeln. Zurückzuführen ist dies auf die Tatsache, dass der Korpus der E-Gitarre, anders als bei der akustischen Gitarre, bei der Erzeugung der Töne keine Rolle spielt. Er besteht in der Regel aus massiven Holz, meist Ahorn, Mahagoni oder Linde. Deshalb gibt es E-Gitarren ins ganz unterschiedlichen Formen und Designs. Beliebt sind unter anderem:

  • Das ST-Modell
  • Das TL-Modell
  • Das SG-Modell
  • Das LP-Modell
  • Das Heavy-Modell

Ein eventueller Nachteil der E-Gitarre ist, dass sie immer einen Stromanschluss braucht und somit nicht einfach zum Zelten oder anderen Outdoor-Aktivitäten mitgenommen werden kann. In einer Band oder auch im Solo-Einsatz sind E-Gitarren jedoch sehr beliebt. Nicht unerwähnt bleiben soll auch die Halbresonanzgitarre. Sie verfügt, im Gegensatz zur klassischen E-Gitarre, über einen hohlen Korpus, welches als Resonanzkörper fungiert. Wer noch unsicher ist, ob die E-Gitarre die präferierte Gitarrenart ist, kann sich erstmal ein günstiges E-Gitarrenset zulegen. Wer das Gitarrespielen ernster nimmt, kann in eine E-Gitarre und einen separaten Verstärker investieren.


Die Westerngitarre
Genau wie bei der Konzertgitarre, handelt es sich auch bei der Westerngitarre um eine akustische Gitarre, deren Korpus ein Hohlkörper ist. Im Gegensatz zur klassischen Gitarre weist die Westerngitarre jedoch meist einen größeren Korpus auf. Dieser wiederum sorgt dafür, dass die Westerngitarre einen deutlich lauteren Klang mitbringt, was ihren verbreiteten Einsatz als Rhythmusgitarre erklärt. Des Weiteren ist der Klang dieser Gitarrenart vergleichsweise hell und wird nicht selten auch als besonders intensiv beschrieben. Innerhalb der Gattung der Westerngitarren kann wiederum zwischen unterschiedlichen Bauformen unterschieden werden, nämlich der Jumbo, der Grand sowie der Dreadnought. Dabei gilt die Faustregel: Je größer der Korpus, desto intensiver und lauter der Klang. Die wohl beliebteste Westerngitarre ist die Dreadnought, nicht zuletzt aufgrund ihrer intensiven Bässe und betont tiefen Töne.

Einen noch bauchigeren Korpus als die Dreadnought weisen die Grand sowie die Jumbo auf, was einen noch dominanteren Klang begünstigt. Zur Herstellung von Westerngitarren werden vor allem Nussbaumhölzer sowie Padouk, eine dem Palisander sehr ähnliche Holzart, verwendet. Interessant zu wissen ist darüber hinaus, dass es Westerngitarren gibt, welche sich sowohl rein akustisch spielen, als auch an einen Verstärker anschließen lassen. Dazu muss einfach ein Modell gewählt werden, welches einen integrierten Tonabnehmer besitzt. Testberichte zu verschiedenen Modellen von Westerngitarren finden sich unter www.testberichte.de.


Der E-Bass
Genau wie die E-Gitarre, wird auch der E-Bass an einen Verstärker angeschlossen. Seine tiefen Töne kommen vor allem in Bands zum Einsatz und bilden dort den Unterbau für ein Musikstück. Entwickelt wurden E-Bässe bereits ab den 1930er-Jahren. Der Korpus des E-Basses dient, genau wie bei der E-Gitarre auch, nicht als Resonanzkörper und ist meist aus massiven Holz gefertigt. Er wird auch als Solidbody bezeichnet. Deshalb sind der Fantasie in Bezug auf Form und Design auch hier nur wenige Grenzen gesetzt.

Die akustische Bassgitarre
Zu guter Letzt soll nun noch kurz die akustische Bassgitarre betrachtet werden, bevor es um die Frage geht, welche Optionen des Gitarren-Unterrichts zur Auswahl stehen. Die akustische Bassgitarre ist ein Lauteninstrument und wird umgangssprachlich auch als Akustikbass bezeichnet. Ihre Bauweise erinnert an diejenige der Westerngitarre, allerdings verfügt die akustische Bassgitarre über einen größeren Korpus. Durchsetzen konnte sich der E-Bass in den 1950er-Jahren als eine handlichere Alternative zu, großen Kontrabass. Viele akustische Bassgitarren verfügen zusätzlich über einen Tonabnehmer, sodass sie auch an einen Verstärker angeschlossen werden können. Korpus und Decke der akustischen Bassgitarre können aus ganz unterschiedlichen Hölzern gefertigt sein. So zum Beispiel Palisander, Cordia, Fichte oder Agathis. Letzteres ist ein besonders günstiges Holz, welches aus dem asiatischen Raum stammt und vor allem für den Bau von Einsteigermodellen genutzt wird.

Der Weg zum begnadeten Gitarristen:
Einzelunterricht, Musikschule oder doch Do-it-Yourself?

Ist die richtige Gitarrenart gefunden, steht die eigentliche Herausforderung noch bevor, nämlich zu lernen, das Instrument zu beherrschen. Es gibt drei Möglichkeiten, um ein begnadeter Gitarrist zu werden: Den Einzelunterricht, die Musikschule und das sich selbst Beibringen.