Chvrches – Kritik – Bereits nach ihrem von Kritikern und Fans gefeierten Debütalbum „The Bones Of What You Believe“ war klar, diese Elektropop-Band aus Glasgow wird eine steile Karriere hinlegen. Heute, acht Jahre später, gehören Chvrches zur Spitze des Genres und legen jetzt mit ihrem mittlerweile vierten Studioalbum „Screen Violence“ nach.

Das zehn Songs umfassende Werk des Trios Lauren Mayberry, Iain Cook und Martin Doherty ist ein ganz besonders persönliches sowie emotionales Album geworden. Dies ist auch der Tatsache geschuldet, dass der neue Dreher während des Corona-Lockdown entstanden ist, wo alle getrennt voneinander die Musik einspielten.

Herausgekommen ist ein sehr intensives Klangerlebnis, mit abermals eingängig-verspieltem Elektropop. Hierbei ist eine starke Weiterentwicklung zu hören, auch wenn man nie vom typischen Chvrches-typischen Sound abweicht. Phasenweise wird man bei ihrem spannenden Mix aus Indie Pop, Electronic, 80ies und Post Punk allerdings auch immer wieder an den Stil ihres Monsterdebüts erinnert.

Auf der anderen Seite erklingen verstärkt Drums- und Gitarrensounds, die anders als in Anfangstagen ihrer Musik noch mehr Variablen verleihen. Darüber hinaus ist es abermals toll gelungen, diesen Twist zwischen den dynamischen Synthie- und Elektropop-Klängen sowie der träumerischen, einzigartigen Stimme von Sängerin Lauren Mayberry organisch zu vollbringen.

„Screen Violence“ ist zudem ein sehr atmosphärisches Werk, das wieder wesentlich mehr musikalische Ecken und Kanten aufweist als noch der Vorgänger. Was zudem begeistert, ist die Tatsache, dass Chvrches auf dem vierten Album keinen Trends nacheifern, sondern ihren Sound weiter vorantreiben und immer wieder in neue Dimensionen in ihren eigenem Klangkosmos vorstoßen.

Die darin enthaltenen zehn Songs ziehen jeder für sich in diese einzigartige Chvrches-Welt. Mal mit echten Ohrwurm-Refrains, mal mit wunderschönen Arrangements. Alles zusammen ergibt ein extrem starkes Album des schottischen Trios mit musikalischen Highlights wie „Final Girl“, „Asking for a Friend“ „Violent Delights“, „Good Girls“ oder „How Not to Drown“, bei dem kein Geringerer als Robert Smith von The Cure als Duett-Partner am Mikro steht.  

Schlussendlich ist „Screen Violence“ ein fantastisches Album geworden, das jeden Fan mit einem breiten Lächeln im Gesicht zurücklassen sollte. Denn Chvrches werden auch mit Album Nummer vier weiterhin oben im Olymp des Indie- und Electropops mitmischen!

Chvrches „Screen Violence “ (Universal Music)) - VÖ: 27.08.2021
Tracklist:
01. Asking for a Friend // 02. He Said She Said // 03. California // 04. Violent Delights // 05. How Not to Drown (with Robert Smith) // 06. Final Girl // 07. Good Girls // 08. Lullabies // 09. Nightmares // 10. Better If You Don't