Im Jahre 2013 waren die Schotten noch ein gefeierter Pop-Newcomer, heute gelten sie als verdammt heißes Eisen, das sein zweites Studioalbum auf die Welt loslässt. Die Platte mit dem Namen „Every Open Eye“ knüpft nahtlos an das Debüt „The Bones Of What You Believe“ an. Das heißt: Wunderschöner, kraftvoller sowie verspielter Elektropop, den die Band weiterentwickelt hat, ohne dabei an ihrem bündigen Sound rumzufummeln. Dennoch ist der Nachfolger in den Melodien noch eine Ecke ereignisreicher.

Das Trio präsentiert einen frischen Sound, in dem die Synthieklänge herrlich dynamisch durch die Luft wabern – und dies abermals zu einem geilen Mix aus Indie, Electronic, Hip-Hop, 80ies und Post Punk. Zusammengehalten wird alles von der bezaubernden, fast lieblichen Stimme von Sängerin Lauren Mayberry. Eben diese Mischung inklusive der hohen Qualität macht Chvrches so einzigartig im gut gefüllten Becken des Synthie- und Elektropop-Genres.



Vor allem bringt der Dreher unheimlich viel Atmosphäre ins Beet der Beat-Melodien. So sind elf Tracks auf das Album gelandet, von denen viele Hitpotenzial besitzen und fast alle Ohrwurmqualitäten aufweisen.  Unsere Anspieltipps sind ganz klar die ersten drei Tracks der Platte mit „Never Ending Circles“, „Leave A Trace“ und „Keep You On My Side“. Wobei das verträumte „Make Them Gold“ oder das flippige „Clearest Blue“ nicht minder für Hörgenuss sorgen. Chvrches folgen mit ihrem Zweitwerk definitiv dem Highlander-Motto und zeigen, dass es nur einen geben kann im Elektropop. Zumindest Stand jetzt und solange dem so ist, erfreuen wir uns an ihrem variantenreichen, perfekten Langspieler!

Chvrches - Every Open Eye - Vertigo Berlin (Universal Music) - VÖ: 25. September 2015
Tracklist: 1. Never Ending Circles // 2. Leave A Trace // 3. Keep You On My Side // 4. Make Them Gold // 5. Clearest Blue // 6. High Enough To Carry You Over // 7. Empty Threat // 8. Down Side Of Me // 9. Playing Dead // 10. Bury It // 11. Afterglow