Die Waliser sind aus ihrem Studio gekrochen und präsentieren ihre neue Wuchtbrumme „Venom“. Bullet For My Valentine zeigen darauf vor allem, dass sie den vermissten Metal-Hammer immer noch schwingen können. Denn ihr Vorgänger „Temper Temper“ war den Fans stellenweise zu mainstreamig, zu clean und zu verspielt. Das hat sich mit dem fünften Langeisen definitiv wieder geändert.

Zwar geht es nicht ganz zurück zu den Haudrauf-Wurzeln, aber immerhin ist dem Quartett ein Album gelungen, in dem jede Menge metallisches Blut durch die Soundstrukturen fließt. Allerdings muss auch niemand ihren Hang zu melodischen Tracks missen, bei denen man dennoch herzhaft mitgrölen kann. Emotionaler, cleaner Gesang, dazu knallen sowohl fetzige Riffs als auch recht fette Breakdowns. Das werden nicht nur Fans gerne hören, sondern alle, die etwas mit krachenden Gitarren anfangen können. Insgesamt hat die Scheibe jedenfalls wieder mehr Wumms und die benötigte Portion Härte im Repertoire.

Ergo schallen elf, in der Deluxe Version sogar fünfzehn Tracks durch die Boxen, die satten Modern Metal präsentieren. Wohl auch ein Verdienst von Produzent Colin Richardson (Slipknot, Machine Head), der bereits beim Debüt der Waliser anwesend war. Somit melden sich Bullet For My Valentine mit einer starken Scheibe zurück, die uns noch lange den Staub aus den Ohren pusten wird!

Bullet For My Valentine „ Venom“ - Sony Music – VÖ: - 14. August 2015
Tracklist: 1. V // 2. No Way Out // 3. Army of Noise // 4. Worthless // 5. You Want a Battle? (Here's a War) // 6. Broken // 7. Venom // 8. The Harder the Heart (The Harder It Breaks) // 9. Skin // 10. Hell or High Water // 11. Pariah // Deluxe Tracks 12. Playing God // 13. Run For Your Life // 14. In Loving Memory (Demo Version) // 15. Raising Hell