Im letzten Jahr meldeten sich die britischen Alternative-Rocker Bring Me the Horizon mit ihrem sechsten Studioalbum „amo“ eindrucksvoll zurück. Die Jungs aus Sheffield legen heute in Form ihrer EP „Post Human: Survival Horror“ nach. Auf dem Dreher befinden sich neun frische Tracks, wobei einige Songs bereits als Single veröffentlicht und für Furore gesorgt hatten. Natürlich sind satte neun Lieder auf einer EP recht üppig, weshalb das Ganze schon Albumcharakter besitzt.

Es ist aber auch Jacke wie Hose, ob Album oder EP, denn das was drauf ist rockt, ist extrem kreativ und macht einfach nur Laune. Bring Me the Horizon erschaffen auf „Post Human: Survival Horror“ eine herrlich frische, melodische und verdammt spannende Klangwelt. Die Tracks zeigen sich als überaus vielseitig, eingängig und wunderbar verspielt. Dabei wildern sie fröhlich im musikalischen Genrewald, was darin mündet, dass man Indie, Alternative, Rock und Pop mit elektronischer Musik vereint.

Damit führt man auch die Gangart des Studioalbums „amo“ fort. Das wiederum begeistert, denn sie haben dort ihren ganz eigenen Sound erschaffen, der die Engländer von der Masse abhebt und ihnen einen enormen Wiedererkennungswert garantiert. Gerade das Spiel von catchy Sounds mit explosiver dezidierter Härte, macht die EP richtig stark.

Diese Arrangements, diese Refrains, die Kreativität – wow, ein echtes Soundmonster. Die Band generiert ein großartiges Klangspektrum, das wiederum ihre technische Gereiftheit bei all den teils freakigen Sound-Ideen zeigt. Textlich wird es hier emotional inklusive reichlich kritischer Tönen. Da einen Song herauszuziehen, fällt nicht einfach. Jeder der Tracks hat seine Stärken und überzeugt.

Wobei „Parasite Eve“, „Obey“ mit Yungblud oder eben „Ludens“ nicht umsonst im Netz abgegangen sind und von den Fans gefeiert wurden. Doch auch der Opener „Dear Diary“ oder das abgefahrene „Kingslayer“ zusammen mit Babymetal sind echte Burner. Ach egal, zieht euch bitte einfach die komplette EP rein und findet eure eigenen Hits.

Wir können euch das neue Werk von Bring Me the Horizon jedenfalls nur wärmstens empfehlen. Denn so geht moderne, sau originelle Musikarbeit, das in einem wahren, komplexen aber stets super eingängigen Monster-Output gemündet hat. Bitte einfach nur mehr davon ihr schöpferischen Briten!

Bring Me the Horizon „Post Human: Survival Horror“ - EP (Sony Music) - VÖ: 30. Oktober 2020
Tracklist:
01. Dear Diary // 02. Parasite Eve // 03. Teardrops // 04. Obey with Yungblud // 05. Itch For The Cure (When Will We Be Free?) // 06. Kingslayer ft. Babymetal // 07. 1×1 ft. Nova Twins // 08. Ludens // 09. One Day The Only Butterflies Left Will Be In Your Chest As You March Towards Your Death ft. Amy Lee