„Gehasst, verdammt, vergöttert“ – ein Song der Onkelz, der sie nicht besser beschreiben könnte. Böhse Onkelz. Keine deutsche Band hat die Republik so gespalten wie diese polarisierenden Rocker. Und nach ihrer Auflösung 2005 steht offenbar eine Reunion im Raum! Während jetzt viele die Hände vor das Gesicht schlagen, werden Fans ganz sicher Jubeltänze vollziehen. Grund für die ganze Aufregung ist das ominöse Trailervideo der Band, das seit Kurzem auf der Homepage der Rockband läuft.

Ein Countdown, der am 30. Januar um 24 Uhr endet und mit dem Titel „Nichts ist für die Ewigkeit“ abschließt. Viele sehen darin eine Vorankündigung eines Comebacks der Onkelz. In Deutschland wurde diese Meldung so unterschiedlich aufgenommen, wie es schon immer der Fall war, sobald der Name Böhse Onkelz fiel – von Freude über Argwohn bis hin zu totalem Unverständnis ist alles dabei.

Nun kommt es natürlich zu allerlei Spekulationen. So berichtet das Musikmagazin „Das Rockt“, dass die Frankfurter Band ein Reunion-Konzert am 20. Juni am Hockenheimring plant. Es wurde auch ein Gerücht laut, wonach die Onkelz dieses Jahr auf dem Wacken Open Air spielen würden. Was sich übrigens als heiße Luft herausstellte. So veröffentlichte das Magazin „Metal Hammer“ ein Dementi des Veranstalters, der unmissverständlich sagte, dass  die Band definitiv nicht auf dem renommierten Metal-Festival spielen wird. Vielleicht ist es auch nur ein Best-of-Album oder die Ankündigung zu einem Onkelz-Film – vieles ist möglich.

Bereits 2012 hatte Schlagzeuger Peter Schorowsky der „Leipziger Volkszeitung“ gesagt, dass es durchaus sein könne, dass sie einmal wieder etwas zusammen machen würden. In den letzten neun Jahren hatten Stephan Weidner, Matthias Röhr und Peter Schorowsky sich Soloprojekten gewidmet, während Sänger Kevin Russell durchweg für Negativschlagzeilen sorgte. Mit seinen Drogenexzessen, dem verheerenden Verkehrsunfall inklusive Fahrerflucht und seinen Auftritten vor Gericht sowie seinem darauffolgenden Knastaufenthalt bereitete er den Fans Sorgenmienen. Auch wenn das Image der Band noch nie das beste war, hatten die Russell-Schlagzeilen nicht unbedingt zu einem besseren Renommee beigetragen. Wie dem auch sei: Deutschlands kontroverseste Band ist wieder in aller Munde. Ob man das nun gutheißt oder nicht. Zumindest sind wir am 30. Januar schlauer, was denn nun mit den Onkelz 2014 passieren wird.

Foto: Onkelz.de - Presse