Als Deutschlands kontroverseste Band 2004 das Aus verkündete, war die riesige Fanbase der Böhsen Onkelz alles andere als glücklich. 2014 dann das eigentlich nicht mehr für möglich gehaltene Comeback. Für die einen war das die Reinkarnation des Bösen, andere feierten die Auferstehung ihrer Rock-Idole. Nicht wenige warfen den Onkelz im fortgeschrittenen Rockeralter aber reine Profitgier vor. Nach der neuen Platte, Live-DVD und ausverkauften Konzerten trifft von allem etwas zu. Zum einen natürlich, das die Fans wieder mit ihren Onkelz zu alten und neuen Songs feiern können. Zum anderen hat die Band nach ihrem Comeback ordentlich Frischgeld auf ihr Festgeldkonto gepackt.

Wenn es nach der Bild-Zeitung geht, die sich detailliert mit den Einnahmen beschäftigt haben will, hat sich die Reunion der Onkelz vor allem finanziell überaus gelohnt. Alleine durch ihre 1,2 Millionen verkauften Alben, DVDs sowie Blu-rays seit dem Comeback, hat die Band satte 18 Millionen Euro eingenommen. Noch viel mehr sollen die Onkelz durch ihre Livekonzerte kassiert haben. So brachten die Comeback-Konzerte 2014 rund 16 Millionen Euro ein, die Gigs 2015 sogar 25 Millionen Euro und die ‚Memento’-Tour zum neuen Album 2016 noch mal circa 15,4 Millionen.

Fairerweise muss man sagen, dass die Konzertgewinne nicht direkt an die Band geflossen sind, sondern an den Veranstalter Wizard. Die Musiker selbst wurden mit einer festen siebenstelligen Gage entlohnt. Zu all den genannten Einnahmen kommen aber noch 2,3 Millionen Euro, die durch Merchandise-Artikel eingenommen wurden. Unter dem Strich hat sich das Comeback für die Böhsen Onkelz mehr als gelohnt, denn am Hungertuch muss dort niemand nagen. Es zeigt aber auch, dass die Band bis heute ihre Faszination aufrechterhalten kann und seine Fans stabil hinter sich weiß. Eine Erfolgsgeschichte im zweiten Akt, die es so kein zweites Mal im deutschen Musikzirkus gibt.

Quelle: focus.de