Neue Studie klärt: Darum gehen Menschen fremd – Warum gehen Menschen fremd und betrügen ihre Partner? Diese Frage hat sich ein US-amerikanisches Forscherteam, bestehend aus drei Wissenschaftlern der University of Maryland, der Indiana University sowie der Stony Brook University, gestellt und ist mit einem 77 Punkte umfassenden Fragekatalog auf Spurensuche gegangen.

Diesen legte man einer Gruppe von 500 Menschen vor, die sich vorwiegend aus Studenten und Mitgliedern der Generation Digital rekrutierte, und die allesamt in ihrem Leben bereits mindestens einmal einen Partner betrogen hatten.

Wie sich bei der Auswertung zeigte, ist bei den Frauen nicht das reine sexuelle Verlangen der häufigste Grund für einen Seitensprung, sondern Wut, die aus Beziehungskonflikten, Rachegelüsten und Streitereien innerhalb der Partnerschaft resultiert.

Aufseiten der männlichen Befragten wurde hingegen häufiger auch der Wunsch nach sexueller Abwechslung aufgeführt.

Die Experten stellen fest: „Entspricht das Sexualleben innerhalb Partnerschaft nicht den Wünschen und Vorstellungen, erhöht es die Wahrscheinlichkeit, dass einer fremdgehen wird.“

Entscheidend für einen Seitensprung ist der Studie zufolge allerdings auch die Situation.

So steigere es die Wahrscheinlichkeit für einen One-Night-Stand enorm, wenn man unter Stress oder Alkoholeinfluss, und im schlimmsten Fall auch noch genervt von seiner Beziehung, jemanden in einer Bar trifft, der einem gefällt.

Geschlechterübergreifend spielen auch Gründe wie mangelndes Selbstwertgefühl, Unsicherheiten in der Beziehung und zu wenig Nähe oder gar Ablehnung durch den Partner eine große Rolle.

Denn wer sich in der Beziehung nicht geliebt fühlt, neigt eher dazu, sich Zuneigung und Bestätigung woanders zu holen.

Ein interessanter Side-Fact, der aus der Studie hervorging, ist, dass Affären von Frauen oftmals langlebiger und emotional enger sind als die von Männern. Zudem würden Frauen einen Ausrutscher eher gestehen.

Lediglich in einem von fünf Fällen scheiterte die eigentliche Beziehung an dem Fremdgehen, während aus einem Zehntel der Affären auch eine feste Beziehung erwuchs.

Quelle: stern.de