Gibt’s bald auf Rezept: Neue App soll bei Erektionsstörungen helfen – Im Kampf gegen Erektionsstörungen sollen Männer künftig mit einer speziellen App unterstützt werden. Als Therapie kann diese von einem Arzt verschrieben werden. Soll heißen: Die Kosten werden von deutschen Krankenkassen übernommen.

Eine App gegen Erektionsstörung auf Rezept.

Die Idee für das Programm namens „Kranus Edera“ stammt unter anderem von dem Charité-Chefurologen Prof. Dr. med. Kurt Miller. Über die App, welche noch in dieser Woche an den Start gehen soll, absolvieren betroffene Männer ein 3-Monats-Programm, zu dem tägliche Trainings gehören.

Darunter fallen ebenso zielgerichtete Beckenbodenübungen wie auch klassisches Herz-Kreislauf-Training in Form von Jogging oder Fahrradfahren.

Gegenüber „Bild“ erklärt Dr. Miller: „Die App schlägt auch Einheiten zu mentaler Entspannung vor, denn Erektionsstörungen belasten Betroffene oft auch psychisch.“

Laut Miller könnten manche der Übungen sogar nebenbei an der Ampel oder im Auto absolviert werden, während für andere eine Yogamatte oder ein Handtuch nötig ist. Der Experte betont, dass sein Training nicht nur gegen Potenzprobleme helfe, sondern auch „insgesamt zu einem gesünderen Lebensstil“ beitrage.

Zudem könne die App in Kombination mit Potenzpillen genutzt werden. Dies sei „sehr wirksam“, betont Miller. Denn während Pillen wie Viagra die Symptome von Erektionsstörungen bekämpfen, ziele die App auf die Ursachen ab.

Miller zufolge leiden deutlich mehr Männer als angenommen unter Erektionsproblemen.

Mehr als die Hälfte aller über 50-Jährigen, „aber auch einige junge Männer“, seien betroffen – insgesamt zwischen sechs und acht Millionen Deutsche.

Dabei sollten Potenzprobleme nicht auf die leichte Schulter genommen werden: „Sie können Vorbote für Durchblutungsstörungen sein, die schwere Erkrankungen auslösen, etwa Herzinfarkte und Schlaganfälle.“

Man dürfe das Thema von daher nicht tabuisieren, da Behandlungen seitens eines Arztes ansonsten zu lange aus- und gesundheitliche Schäden unerkannt blieben.

Quellen: kranus-health.de , bild.de