Welche Symptome auf Sexsucht hindeuten können – Im Volksmund wird oft scherzhaft gesagt, dass jemand sexsüchtig sei. Dabei handelt es sich aber um eine echte Krankheit, unter der Betroffene extrem leiden und die – viel mehr noch – ihren Alltag erheblich erschweren kann. Mit diesem Thema hat sich auch „Fitbook“ auseinandergesetzt und erklärt, was die Symptome einer Sexsucht sein können.

Seit Juli 2018 ist die Sexsucht, medizinisch Hypersexualität genannt, auch von der Weltgesundheitsorganisation WHO als psychische Störung anerkannt worden. Eine Sexsucht ist übrigens eine Art der Impulskontrollstörung (Zwangsverhalten), weshalb man den Fachbegriff Hypersexualität verwendet.

Rege Sexualität nicht gleich Sexsucht

Natürlich muss man bei diesem Thema schon differenzieren. Schließlich ist jemand mit einer regen Sexualität nicht gleich sexsüchtig. Öfter am Tag an Sex zu denken, häufig Pornos zu schauen oder mehrmals am Tag mit seinem Partner schlafen will, ist noch lange keine Sexsucht. Wenn die Sexgedanken oder das Schauen von Pornos allerdings ins Uferlose ausarten, so dass man sogar Termine ignoriert, kann dies wiederum auf ein Symptom der Hypersexualität hinweisen.

Zu den möglichen Symptomen zählt zudem die sogenannte Toleranzentwicklung, wonach Menschen zwanghaft neue Partner benötigen, da ihre Partner sehr schnell an Reiz verlieren. Zu den essenziellen Symptomen einer Sexsucht gehört allerdings der Kontrollverlust. Heißt: Wenn man seinen Sexualtrieb nicht mehr unterdrücken kann und deshalb sexuellen Handlungen freien Lauf lässt, auch wenn diese unerwünschte Folgen haben – auch für Mitmenschen.

Hypersexualität nicht ohne Hilfe heilbar

Die Wissenschaft geht davon aus, dass die Ursachen einer Sexsucht entweder einer gewissen Veranlagung zugrunde liegen oder aber auf traumatischen Erlebnissen gründen, die zu einem gestörten Verhältnis zur Sexualität geführt haben. So ist bekannt, dass Personen ihre Hypersexualität nicht auf sich gestellt heilen können, sondern man sich dazu in eine Psychotherapie begeben sollte.

Da die Hypersexualität von der WHO anerkannt wurde, können Krankenkasse nicht nur bei der Suche nach einem Therapieplatz helfen, sondern eventuell auch die Kosten tragen. Alle, die bezüglich einer eventuellen Hypersexualität Hilfe suchen, können sich zum Beispiel an die Landesstelle Berlin für Suchtfragen e.V. wenden.

Quelle: fitbook.de