Es ist ein Naturgesetz, dass alles, was Spaß macht, in irgendeiner Art und Weise schädlich zu sein scheint, zumindest wenn man es übertreibt. Selbst ein scheinbar so harmloses Hobby wie Twittern kann zu einer hungrigen Bestie heranwachsen, die eure Beziehung häppchenweise verschlingt.

Klingt dramatisch, ist aber das Ergebnis einer Studie der University of Missouri. Dort hatte man nichts Besseres zu tun und befragte 514 Personen, wie oft es in der Beziehung wegen der Nutzung des Kurznachrichtendienstes zum Streit kommt. Das Ergebnis fasst Studienautor Russell Clayton folgendermaßen zusammen:

„Aktive Twitter-Nutzung führt zu mehr Twitter-bezogenen Konflikten zwischen Partnern, welche in Untreue, Trennung und Scheidung enden können.“

Wer hätte das gedacht? Wenn der Herr jetzt noch herausfindet, dass aktive Fernbedienungs-Nutzung zu mehr Fernbedienung-bezogenen Konflikten führt, oder aktive Zahnpastatuben-Offenlasserei zu Zahnpastatuben-bezogenen Konflikten, oder aktive Klobrillen-Nichtruntermacherei zu Klobrillen-bezogenen Konflikten, oder oder oder ..., dann ist der Friedensnobelpreis nicht mehr weit.

Was der Autor dieser Zeilen damit sagen möchte ist, dass so ziemlich jedes wiederkehrende Thema in einer Beziehung zum Streit führen kann. Um das festzustellen, hätte es keiner Studie bedurft.

Russell Clayton, der bereits eine ähnlich geartete Analyse zum Thema Facebook veröffentlichte, sieht das jedoch anders, und kündigte bereits eine neue Studie über Instagram an. Wir freuen uns bereits jetzt auf Ergebnisse, die ähnlich überraschend sein werden wie die Storywendungen in einem Jerry-Bruckheimer-Film.

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