Was hilft gegen schlechte Studienergebnisse? Eine Gegenstudie natürlich. Und nach all den bösen Unkenrufen in Sachen Facebook wurde es auch irgendwie mal Zeit, dass eine Studie Positives über das umstrittene Social Network zutage fördert. Also festgehalten und angeschnallt: Facebook macht glücklich!

Aber von vorne: Kritiker monieren schon seit geraumer Zeit, dass die stete Online-Berieselung mit dem Glück anderer Menschen das Böse in uns erwachen lässt. Tolle Bilder von grandiosen Urlauben, ausladenden Feiern mit Freunden, der neuen Freundin und was sonst noch, schüren angeblich Neid und Missgunst derer, die nicht über so viel Glück verfügen.

Wissenschaftler des Tübinger Leibniz-Institutes für Wissensmedien halten allerdings dagegen, und behaupten, das genaue Gegenteil sei der Fall. Im Zuge ihrer Untersuchungen wurden 400 Facebook-User zu den Timelines ihrer Freunde befragt, wobei sich zeigte, dass das Glück der anderen auf einen selbst eine positive Wirkung ausübt.

Je enger die Bindung zu einem der Kontakte, desto stärker das selbst empfundene Wohlgefühl angesichts des Glückes des entsprechenden Freundes. Logisch eigentlich. Warum sollte man sich auch nicht für jemanden freuen, den man mag?!

Ein Restgefühl des Bedauerns über den eigenen Mangel an Glück bleibt jedoch, sodass die Macher der Studie von „gutartigem, motivierendem Neid“ sprechen. Na ja, und an dieser Stelle möchten wir einfach mal aus dem uns vorliegenden Quellbericht zitieren: "Was „gutartiger Neid“ ist, erklärt die Studie allerdings nicht."