Das vernetzte „intelligente“ Eigenheim ist schon lange keine visionäre Freizeitpark-Attraktion mehr. Gut 30 Prozent der Deutschen nutzen bereits Smart-Home-Komponenten, um die Temperatur energieeffizient zu regeln, ihr Haus zu überwachen oder Waschmaschine und Saugroboter von der Arbeit aus zu bedienen. Ein ganz großer Name in diesem Metier: Google. Doch ausgerechnet die Hardware, die sich Chromecast und Google Home zunutze macht, könnte euer heimisches WLAN aufgrund eines Systemfehlers komplett lahmlegen.

Nachdem sich die Klagen seitens unzufriedener Nutzer über zu langsame WLAN-Geschwindigkeiten in Zusammenhang mit Cast-fähigen Geräten gehäuft haben, wiegelte Google zunächst mit dem Argument ab, es treten nur Probleme im Zusammenhang mit bestimmten Geräte-Konstellationen auf. Experten zufolge dürften die Schwierigkeiten jedoch weit größere Kreise ziehen.

Einer Untersuchung des Engineering Teams von TP-Link zufolge, seien die Schwierigkeiten auf aktuelle Versionen von Apps (Android oder Google) zurückzuführen, welche normalerweise alle 20 Sekunden ein Signal senden, um die Verbindung beispielsweise mit Chromecast aufrechtzuerhalten. Wie sich zeigte, senden viele der aktuellen Releases jedoch in sehr viel kürzeren Intervallen, was das Netzwerk in der Folge förmlich verstopft. Sollte sich das Gerät lange im Standby-Modus befunden haben, sind die Intervalle ganz besonders häufig.

Allerdings berichten betroffene Kunden nicht nur von einer deutlich verringerten Verbindungsgeschwindigkeit. Während die einen aufgrund der „Netzwerk-Verstopfung“ nämlich „lediglich“ von einem schnelleren WLAN-Band auf ein langsameres verschoben werden, werden andere nämlich gleich komplett vom Server geworfen. Und das geschieht aktuellen Berichten zufolge nicht nur beim Gebrauch von Google-Hardware, sondern auch bei Geräten von Herstellern wie Asus, Netgear oder Linksys.

Mittlerweile hat Google bestätigt, dass es ein solches Problem mit WLAN-Geräten gibt und ein Team mit der Lösung beauftragt. Von daher bleibt zu hoffen, dass Nutzer nicht mehr allzu lange auf ein Update warten müssen.

Quelle: chip.de