Netflix: Zusatzgebühr und Werbung sollen früher kommen – Der Streaming-Gigant Netflix war zuletzt ins Straucheln geraten und versucht nun, den drohenden Fall durch Kostenoptimierungen abzufedern. Dazu ist nicht nur ein werbefinanziertes Abo geplant, auch die Ankündigungen über eine Zusatzgebühr für Abo-Mehrfachnutzungen wurden zunehmend konkreter. Einem Bericht der „New York Times“ zufolge steht Netflix offenbar bereits in den Startlöchern.

Unter Berufung auf interne Mitteilungen der Netflix-Chefetage an die Mitarbeiter soll die Zusatzgebühr bereits im Oktober 2022 erhoben werden.

In einigen Ländern wie Chile, Costa Rica und Peru hatte der Medienkonzern das Modell bereits erprobt. Bislang hieß es, die neue Gebühr solle frühestens im April 2023 kommen. Nun soll das Ganze aber wohl bereits in den letzten drei Monaten des Jahres 2022 realisiert werden.

Vor dem Hintergrund enttäuschender Quartalszahlen hatte Netflix jüngst moniert, dass weltweit rund 100 Millionen Haushalte auf den Streaming-Dienst zugreifen würden, ohne dafür zu bezahlen. Und das, obwohl die Nutzungsbedingungen es untersagen, ein Abo mit Personen zu teilen, die nicht aus dem eigenen Haushalt stammen.

Von daher bedürfe es einer Zusatzgebühr.

Darüber hinaus soll laut der „New York Times“ die vom Netflix-Chef Reed Hastings im April 2022 erstmals angekündigte werbefinanzierte Version ebenfalls schon im letzten Quartal dieses Jahres starten.

Auch dies käme damit deutlich früher als ursprünglich von Hastings in Aussicht gestellt, der noch vor wenigen Wochen davon sprach, dass die werbefinanzierte Version wohl erst in „den nächsten ein oder zwei Jahren“ kommen solle.

Inwieweit sich das Werbe-Abo von den normalen Abo-Varianten unterscheiden wird, ist jedoch nach wie vor unklar. Ebenso, wie hoch die kommende Zusatzgebühr ausfallen wird.

Quellen: golem.de , nytimes.com