Amazons Initiativen gehen in die nächste Runde, der Branchenriese scheint in seinem Willen, zum allumfassenden Bestell- und Lieferdienst zu werden, nicht an Ideenmangel zu leiden: Ein neuer Plan soll den Kunden den Gang zum Postamt oder zur Packstation ersparen und es dem Lieferdienst erlauben, Wohnungen oder Autos der Besteller zu öffnen und dort ihre Pakete für sie zu hinterlassen. Per Einmal-Kennwort sollen Zusteller dabei den nötigen Zugang erhalten.

Für sein Unterfangen möchte der Online-Versandriese sich mit einem Hersteller fernbedienbarer Schlüsselboxen zusammentun. Erst vor einem Jahr machten Gerüchte die Runde, Amazon plane, Pakete auch in Abwesenheit des Empfängers direkt in Garagen, Wohnungen oder Autos liefern zu lassen. Natürlich eine Frage der Privatsphäre und der Sicherheit, schließlich soll der Zugang für Lieferanten nicht Kriminellen Tür und Tor aufsperren.

Mehrere Lösungen in petto

Amazon arbeitet jedoch bereits an mehreren Lösungswegen, um dieses Problem aus der Welt zu schaffen: Einerseits sollen sich die Verhandlungen mit dem Schlüsselbox-Unternehmen „Phrame“ bereits in einem weit fortgeschrittenen Stadium befinden. „Phrame“ ist ein Hersteller, der Schlüsselboxen für Kfz-Kennzeichenhalter produziert – diese lassen sich per Fernbedienung öffnen.

Auf diesem Wege könnte Lieferanten ein Zugang auf den Kofferraum eines Fahrzeugs ermöglicht werden, sodass dort Pakete für den Besteller hinterlassen werden können. Außerdem soll Amazon bereits an einem smarten Gadget für Eingangstüren arbeiten, das einem Zusteller mit einem Einmal-Passwort Eintritt gewährt. Solche Lösungen werden bereits von anderen Unternehmen genutzt, etwa von DHL. Bereits 2015 hatte Amazon ein Pilotprojekt gestartet, das ebenfalls die Idee verfolgte, Lieferungen in den Autos der Besteller zu hinterlegen.

Quelle: wired.de