Wenn ein großes Unternehmen mit „unlimitierten Cloud-Speicher“ wirbt, darf es sich nicht wundern, wenn dieses Versprechen auch bis zum Äußersten ausgereizt wird. Nun dürfte es bei einem solchen Angebot per Definition natürlich keine Grenzen geben, doch ein Reddit-User hat es immerhin mit seiner Archivierungswut geschafft, dass Amazon zurückgerudert ist und „unlimitiert“ nur noch für Prime-User gilt.

Der Knabe, der unter dem Namen „beaston02“ auf Reddit firmiert, sammelte im Zuge seines sogenannten „Petabyte Porn Project“ binnen knapp sechs Monaten rund 1,8 Petabyte an Porno-Videos, und damit umgerechnet rund 293 Jahre und sechs Monate Sex am Stück! Dabei handelt es sich im Wesentlichen um Aufzeichnungen von öffentlichen Live-Streams von Cam-Seiten wie „Chaturbate“ oder „CamSoda“, die er per Skript aufgezeichnete und dann in den Cloud-Speicher lud.

Und so kommt es dann wohl auch, dass beaston02 aus Sicht vieler Nutzer der Grund ist, weshalb Amazon seit Juni eine Obergrenze für die Menge an hochgeladenen Daten eingeführt hat. Er selber sagt zu seiner Verteidigung:

„Ich weiß, dass mich einige Menschen als großen Perversen oder jemanden mit einer Porno-Sucht darstellen wollen, aber das bin ich nicht. Ich habe vielmehr ein Problem mit dem Sammeln und Horten von Daten.“

Und dabei ist er nicht mehr allein. Denn mittlerweile ist eine ganze Community damit beschäftigt, das Projekt weiterzuführen. Wenn auch unter anderer Führung und verteilt auf Google Drive und Amazon Drive. Täglich kommen dabei rund 12 Terrabyte an neuen Daten hinzu.

Der Sinn hinter dem Ganzen ist in vielerlei Hinsicht allerdings äußerst fragwürdig. Nicht zuletzt, weil es nicht im Sinne der Streamer liegen kann, dass deren oft über Spenden der Live-Zuschauer finanzierte Inhalte plötzlich auf anderen Plattformen verbreitet werden. Aber wie sagt man doch so schön: Jedem Tierchen sein Pläsierchen!

Quelle: futurezone.at