Nachdem das legendäre Raubkopieportal Kino.to 2011 von der Justiz gesperrt und in der Folge abgeschaltet wurde, droht dem Nachfolger Kinox.to das gleiche Schicksal. Zwar ist die Seite noch online, doch mit der Verurteilung eines der Drahtzieher sind die Behörden nun einen Schritt weiter.

Das Landgericht Leipzig verurteilte Arvit O. zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren und vier Monaten. Ihm wird in Sachen Kino.to Beihilfe zur gewerbsmäßigen unerlaubten Verwertung von urheberrechtlich geschützten Werken in 606 Fällen und im Falle von Kinox.to gewerbsmäßige unerlaubte Verwertung von urheberrechtlich geschützten Werken in 2284 Fällen vorgeworfen. Des Weiteren Computersabotage, Beihilfe zur Computersabotage sowie Nötigung in zwei Fällen.

Das schnelle Urteil fiel aufgrund eines Geständnisses, welches dem Verurteilten einen bestimmten Strafrahmen in Aussicht stellte. Der Haftbefehl gegen O. wurde außer Kraft gesetzt, die Brüder und mutmaßlichen "Gründer und Rädelsführer einer kriminellen Vereinigung im Zusammenhang mit dem Betreiben des Raubkopienportals Kinox.to" Kastriot und Kreshnik S. stehen allerdings noch ganz weit oben auf der Wunschliste der Polizei.

Wie die Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen (GVU) in einer Pressemitteilung schrieb, habe sich Arvit O. im Verlauf des Prozesses nicht zu den beiden Verdächtigen geäußert.

User, die illegal Filme im Internet sehen oder downloaden, sind auf jeden Fall vermehrt nun im Visier der Justiz geraten!